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Auktion für den guten Zweck: Kunsttasse in St. Wendel ersteigern

Kunstaktion zugunsten von Kisoboka : Mitbieten und Kaffee aus Kunstwerken trinken

Im Eingangsbereich des Mia-Münster-Hauses sind Tassen ausgestellt, die auf neue Besitzer warten.

Teils sind es Pflanzen, Tiere und Gesichter, die das Porzellan zieren. Mal farbenfroh, mal in Schwarz-Weiß sind die Tassen gestaltet. In einer Glasvitrine im Eingangsbereich des Mia-Münster-Hauses in St. Wendel können die Kunstwerke derzeit betrachtet werden. Und mehr noch. Wer möchte, kann sein Lieblingsmotiv ersteigern und fortan seinen Kaffee oder Tee aus einer ganz besonderen Tasse genießen. Die Aktion bringt aber nicht nur Kunstvolles in den Küchenschrank, sondern unterstützt auch einen guten Zweck. Denn der Erlös geht an den Verein Kisoboka, der sich in Uganda für Waisen und benachteiligte Kinder engagiert.

Ausgedacht hat sich das Projekt Susanne Schäfer aus Hasborn-Dautweiler. „Die Idee ist im vergangenen Corona-Winter entstanden“, verrät sie. Damals habe sie mehr Zeit gehabt und bemalte fleißig Keramik. „Ich mach das gerne“, fügt sie an. Schon seit 15 Jahren ist sie kreativ tätig. Begonnen habe sie mit Malerei, dann sei sie zum Töpfern und zur Keramik gekommen. Die Zahnarzthelferin hat ihr Hobby inzwischen zum Nebenberuf gemacht, ist Inhaberin von „Mein Raum Atelier“ in Hasborn.

Innerhalb eines halben Jahres konnte sie Mitstreiter für ihre Kunstaktion gewinnen. 20 Teilnehmer kamen zusammen. „Es freut mich, dass so viele mitgemacht haben“, sagt Schäfer. Einige der Künstler hätten das Metier Keramik dabei zum ersten Mal ausprobiert. Aber auch Profis haben sich beteiligt. „Stolz bin ich, dass auch der Ehrenbürger unserer Gemeinde das Projekt unterstützt“, gesteht Schäfer. Und meint damit den bekannten Dichter Johannes Kühn.

Beim Blick auf die entstandenen Tassen ist Susanne Schäfer sehr zufrieden. Ihr gefällt vor allem die Vielfalt der Motive. Kunst mit einem guten Zweck zu verbinden – das war für Schäfer sofort klar. Und sie musste auch nicht lange überlegen, welchen Verein sie unterstützten wollte. Aus familiären Gründen bestehe eine enge Verbundenheit zu Kisoboka. „Ich habe verfolgt, wie der Verein in Uganda einen Kindergarten gebaut hat“, berichtet die Künstlerin. Mit dem Erlös aus der Tassen-Aktion könnte beispielsweise die Anschaffung von Einrichtungsgegenständen unterstützt werden.

Und so läuft die Auktion ab: Wem eine Tasse gefällt, der kann entweder vor Ort via QR-Code oder per Mail an meinraum-atelier@web.de ein Gebot dafür abgeben. Dieses muss laut Schäfer mindestens 25 Euro betragen. Den Zuschlag, also das Kunstwerk, bekommt derjenige mit dem höchsten Gebot. „Sollte es mehrere identische Gebote geben“, entscheidet das Los“, erklärt Schäfer. Es sei auch möglich, für mehrere Tassen zu bieten.

Bis einschließlich 25. September läuft die Versteigerung. Bis zu diesem Datum können Interessenten ihre Gebote für die Tassen abgeben. Zu sehen sind sie im Mia-Münster-Haus sogar noch ein bisschen länger. Bis zum Ende des Monats bleibt die Vitrine aufgebaut.

Kunstaktion: Bis 25. September können Gebote abgegeben werden per Mail an: meinraum-atelier@web.de. Mindestgebot: 25 Euro.

susanne-schaefer.com/

www.kisoboka.de