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Abenteuer in Haralds Wohnzimmer

Abenteuer in Haralds Wohnzimmer

In schwindelerregender Höhe auf den Ästen einer Eiche machten es sich die Baumkletterer gemütlich und packten ihr Picknick aus. Dagegen hatte der Gnom Harald einiges einzuwenden, der zuvor die elf Teilnehmer der ersten Erlebniswanderung mit Picknick im Baum während einer Schatzsuche per GPS vor mehrere Rätsel stellte.

Vor dem Theleyer Hofgut Imsbach steckt eine Gruppe die Köpfe zusammen und starrt auf ein elektronisches Gerät. Auf das Erscheinen eines Pokémons - wie momentan angesagt - warten die Kinder mit ihren Eltern aus Theley , Aschbach und Thalexweiler nicht. Erlebnispädagoge Fabian Thömmes erklärt ihnen die Funktion des GPS-Gerätes für eine Erlebniswanderung mit Picknick im Baum. "Die Wälder hier sind toll und eignen sich hervorragend, um eine derartige Abenteuergeschichte anzubieten", sagt der in Hasborn wohnende Erlebnispädagoge.

Die moderne Schnitzeljagd beginnt, der achtjährige Rafael führt die Gruppe an, bis das GPS-Gerät plötzlich einen Pieplaut von sich gibt. Das heißt Stopp: Im Umkreis von zehn Metern hat Gnom Harald Hinweise versteckt, die die Gruppe zu den Koordinaten führt. "Ich habe was gefunden", ruft Johannna (7) und zieht einen Zettel mit einer Nachricht aus dem Totholz-Baumstamm heraus. Die Rätsel des Gnoms werden schwieriger, er hat eine Flaschenpost versteckt, und die Schatzsucher müssen sich in Mohawk-Indianer verwandeln. Knifflig. Nur über das gespannte Seil kann eine Schlucht überquert werden. "Wir müssen eine Kette bilden, damit wir es nacheinander alle auf die andere Seite der Schlucht schaffen", hat Céline (13) die Idee, wie die Aufgabe am besten gelöst werden kann.

Zwischendrin geht es dem Erlebnispädagogen Thömmes zudem darum, seinen Teilnehmern den Lebensraum Wald mit dem anderen Blick auf die Umwelt vorzustellen und teilt sie paarweise zum Fotografen-Spiel ein. Ein Kind mimt mit verschlossenen Augen die Kamera, das andere den Fotografen. Durch einen deutlichen Druck auf die Schulter wird die Kamera vom Fotografen ausgelöst. Die Kamera darf dann für einen sprichwörtlichen "Augenblick" die Augen öffnen und sich das gesehene Bild einprägen.

Den nächsten und gut versteckten Hinweis findet Rafael (8) hinter der Beschilderung des Wanderweges "Offizierspfad". "Zwei Köche verderben den Brei steht auf dem Zettel",, meldet er daraufhin. Sie folgen weiter der Pfeilrichtung auf dem Display des elektronischen Kompasses und erreichen den Roten Weiher. Endstation der Schatzsuche.

Für das Picknick im Baum hat Thömmes eine Eiche mit horizontal verlaufenden Ästen ausgewählt, damit die Gruppe genügend Sitzgelegenheiten vorfindet. "Die Äste sind schön mit Moos beschichtet, wir können es uns gleich bequem machen", meint er. Die Baumkletterer setzen den Helm auf und Thömmes legt ihnen die Gurte an und überprüft nochmals die Ausrüstung. "Bäume werden zumeist mit seilunterstützter Technik erklettert", erklärt Thömmes. Trampolinturnerin Céline kennt sich in schwindelerregenden Höhen bestens aus. Sie erklettert als Erste die Eiche hinauf und nimmt Platz. "Kann mir jemand die Sonnenmilch hochbringen", ruft sie nach unten. Rafael freut sich über einen mega-gemütlichen Aussichtsplatz.

Die Baumkletterer suchen sich eine Sitzgelegenheit.

Nach und nach finden alle ein Picknickplätzchen. Genüsslich werden Brötchen, Hörnchen, Rohesser und Getränke unterhalb der Baumkrone konsumiert. "Da sich alle beim Klettern und beim Picknick gegenseitig unterstützen müssen, entsteht ein positives Gruppenerlebnis mit intensiver Selbsterfahrung", so Thömmes. Auftraggeber der neuen abenteuerlichen Freizeitbeschäftigung war die Gemeinde Tholey.