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SZ Redakteur Thorsten Grim lauscht im Homeoffice der Spülmaschine

Heim-Forscher : Meine Mission für den Winter

SZ-Redakteur Thorsten Grim entdeckt im Homeoffice neue Seiten an der heimischen Spülmaschine.

Aroup Tziap, Aroup Tziap, Aroup Tziap,... so etwa hört es sich an. Immer und immer wieder. Bis der Spülvorgang beendet ist. Gestern war es Zapusch Kataff, Zapusch Kataff, anfangs der Woche Skabua Tschascha, Skabua Tschascha. Faszinierend, zu welcher Bandbreite unterschiedlicher Lautäußerungen der Geschirrspüler imstande ist, wenn er tut, was er tut: Spülen. Solche Feinheiten in der Existenz der heimischen Helferschaft können einem natürlich nur auffallen, wenn man sein Tagwerk im Homeoffice verrichten darf. Wobei, was heißt Homeoffice? Am Küchentisch, wie der Rücken schreit, als er dem Autoren dieser Zeilen klar machen will, dass er jetzt nicht mehr auf diesem Holzstuhl sitzen mag. Lange Stunden an unserer Tafel haben mir übrigens eine Eingebung verschafft. Das jeweilige Geräusch der Geschirrspülmaschine hängt mit davon ab, wie und mit was sie bestückt ist. Da Corona vermutlich noch etwas länger dauert, werde ich versuchen herauszufinden, welcher Topf wie klingt. Welches Glas, welche Tasse und so weiter. Und dann die jeweilige Anordnung. Hat die Wasserhärte Einfluss? Und das Spülmittel? Klingen Taps schöner als Pulver? Und am Ende spült die Spülmaschine „Freude, schöner Götterfunken“. Hach, ich freue mich schon auf den Winter.