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St.Wendel hat laut Barmer den landesweit höchsten Krankenstand im Job

Analyse der Barmer-Krankenkasse : St. Wendel hat landesweit höchsten Krankenstand

Arbeitnehmer im Landkreis St. Wendel waren 2019 laut der Barmer-Krankenasse im Schnitt 22,7 Tage krankgeschrieben.

Die Beschäftigten im Landkreis St. Wendel waren im vergangenen Jahr saarlandweit am häufigsten krankgeschrieben. Das geht aus Daten der Krankenkasse Barmer hervor. Der Krankenstand im Landkreis lag bei 6,2 Prozent (Land: 5,7 Prozent, Bund fünf Prozent). „Das bedeutet, dass an einem durchschnittlichen Kalendertag von 1000 Beschäftigten 62 arbeitsunfähig gemeldet waren“, erläutert Jörg Peter, Regionalgeschäftsführer der Barmer in St. Wendel.

Auf jeden Beschäftigten mit Wohnsitz im Landkreis St. Wendel entfielen rechnerisch 22,7 gemeldete Arbeitsunfähigkeitstage (Land: 20,7 Tage, Bund: 18,2 Tage). Im Vergleich aller 413 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland ergibt dies Platz 26. Jeder Beschäftigte in dem Landkreis meldete sich im Durchschnitt 1,3 Mal arbeitsunfähig. Peter sagt: „Hauptursache für die Krankschreibungen im Landkreis St. Wendel waren Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems. In keinem anderen saarländischen Landkreis wurden mehr Arbeitsunfähigkeitstage wegen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems gezählt.“

Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems wie zum Beispiel Rückenschmerzen verursachten bei jedem Beschäftigten aus dem Landkreis St. Wendel 5,1 Tage von Arbeitsunfähigkeit. Es folgen psychische Leiden wie etwa Depressionen (4,2 Tage) und Atemwegserkrankungen wie zum Beispiel akute Infektionen der Atemwege, Bronchitis oder Erkältungsschnupfen (2,9 Tage). Das waren die drei häufigsten Ursachen für Krankmeldungen. Für ihre Analysen hat die Barmer die Arbeitsunfähigkeitsmeldungen der 54 000 bei ihr im Saarland versicherten Erwerbspersonen herangezogen und repräsentativ für die Bevölkerung der Landkreise anonymisiert ausgewertet.