Wetterbedingte Einsätze: Sturmtief fegt übers St. Wendeler Land

Wetterbedingte Einsätze : Sturmtief fegt übers St. Wendeler Land

Die Feuerwehr ist im Landkreis St. Wendel an verschiedenen Stellen im Einsatz. Gegen 7 Uhr hat die Sturmfront die Region getroffen.

In den Gemeinden Nonnweiler, Nohfelden, Namborn, Tholey sowie Teilen des St. Wendeler Stadtgebietes sind die Auswirkungen des Sturmtiefs Burglind am Mittwochmorgen besonders sichtbar und spürbar. Das berichtet Dirk Schäfer, Feuerwehr-Sprecher im Landkreis St. Wendel. Der Schwerpunkt liege in der Gemeinde Nonnweiler.
Umgestürzte Bäume, überflutete Straßen, vollgelaufene Keller oder abgedeckte Dächer sind die Meldungen, die bei der Feuerwehr eingehen. Aktuell, so sagt Schäfer, sind seine Kollegen noch dabei, die Einsätze abzuarbeiten. Unterstützt werden die Einsatzkräfte dabei auch von den Bauhöfen der betroffenen Gemeinden sowie der Stadt.

Glück im Unglück hatte eine Autofahrer bei Hofeld-Mauschbach. Unmittelbar vor der Auffahrt zur B41 wurde der Wagen des 34-Jährigen aus der Gemeinde Namborn von einem Baum getroffen. Dabei verletzte sich der Fahrer leicht. Wie Schäfer berichtet, wurde er ins Krankenhaus gebracht.

Mit einer Drehleiter ging es in Bliesen zu dem Dach eines Hauses. Teile davon hatte das Sturmtief abgedeckt. Foto: Dirk Schäfer/Feuerwehr

Wie die Polizeiinspektion Nordsaarland meldet, war die L 147 im Bereich Otzenhausen wegen umgestürzter Bäume in Richtung Landesgrenze Rheinland-Pfalz nur eingeschränkt zu befahren. Ebenso gab es Verkehrsstörungen durch umgestürzte Bäume am Bahnhof Eckelhausen.

Auch umgestürzte Bäume wie hier halten die Feuerwehr in Atem. Foto: Dirk Schäfer/Feuerwehr

In Bliesen, so berichtet Schäfer, kam die Drehleiter zum Einsatz. Dort hatte der Sturm Teile eines Dachs abgedeckt. Während des Einsatzes war die Ortsdurchfahrt für zirka eine halbe Stunde gesperrt. Auch Schilder gaben der Wucht des Windes nach und Mülltonnen rollten durch die Straßen. Wann genau es ruhiger wird, bleibt laut Schäfer abzuwarten.

Als nächstes könnte das Thema Hochwasser aufkommen – „je nachdem, wie es weitergeht mit dem Regen.“ Teils steht schon Wasser da, wo normalerweise Wiesen und Felder zu sehen sind. Die Feuerwehr treffe bereits Vorkehrungen. Mit Sandsäcken soll das Oberflächenwasser davon abgehalten werden, in Gebäude zu fließen. Beispielsweise in Tholey und Nohfelden baue man vor.
Nach Aufzeichnungen der Wetterstation in Tholey trafen gegen 7 Uhr Windböen mit einer Geschwindigkeit von 85 Kilometer pro Stunde die Region. Das brachte auch Bäume entlang der Bahnstrecke zwischen St.Wendel und Neubrücke zum Umfallen. Sie stürzten auf die Gleise und bremsten so den Bahnverkehr aus. „Auch Oberleitungen sind in Mitleidenschaft gezogen“, erklärt Svenia Reuther, Sprecherin des Bahnbetreibers Vlexx auf SZ-Nachfrage. Daher musste die Strecke zwischen St.Wendel und Neubrücke ganztägig gesperrt werden. Die Züge der Linie RE3 verkehren lediglich zwischen dem Saarbrücker Hauptbahnhof und St. Wendel sowie zwischen Neubrücke(Nahe) und dem Mainz Hauptbahnhof beziehungsweise dem Frankfurter. „Wir konnten schnell Ersatz schaffen“, sagt Reuther. Und spricht damit den Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Neubrücke und St. Wendel mit Zwischenhalt in Türkismühle an. „Wir hoffen, dass wir morgen wieder fahren können“, sagt die Vlexx-Sprecherin. Noch sei nicht abzusehen, wann die Gleise wieder frei sind.

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