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Blutspende und Typisierung: Stammzellenspender retten Leben

Blutspende und Typisierung : Stammzellenspender retten Leben

Im Kreis St. Wendel können sich Blutspender wieder typisieren lassen.

„Blutspender helfen Leukämiepatienten“ unter dieser Überschrift rufen der DRK-Blutspendedienst West sowie die Stefan-Morsch-Stiftung zur Blutspende und zur Typisierung auf. Gemeinsam mit den DRK Ortsvereinen will man darauf aufmerksam machen, wie durch Blutspenden und Stammzellspenden das Leben von Krebspatienten gerettet werden kann. Im August heißt es deswegen im Kreis St. Wendel: „Lebensretter gesucht“. Ziel ist es, vor allem junge Menschen zur Blutspende zu motivieren und sich als Stammzellspender für Leukämie- und Tumorkranke bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren zu lassen.

Die Termine der nächsten Typisierungen sind: Mittwoch, 1. August, 17 bis 20 Uhr, Alsweiler, Kath. Pfarrheim, Brunnenstraße 24; Donnerstag, 9. August, 17 bis 19.30 Uhr, Bliesen, Sport,-und Kulturhalle, Flächenbach, Freitag, 10. August, 17 bis 20 Uhr, Theley, Gemeinschaftsschule, Am Schulzentrum; Freitag, 24. August, 16.30 bis 20.30 Uhr, Primstal, Schule, Kannenberg 1.

Annähernd 11  000 Menschen erkranken jedes Jahr bundesweit an Leukämie. Oft ist eine Stammzelltransplantation für sie die einzige Chance im Kampf gegen Blutkrebs. „Eine solche Transplantation ist aber nur möglich, wenn sich ein passender Stammzell- beziehungsweise Knochenmarkspender zur Verfügung stellt“, heißt es in der Mitteilung der Stefan-Morsch-Stiftung. Deshalb wirbt die Birkenfelder Stiftung für eine Typisierung – eine Registrierung in der Spenderdatei – jetzt wieder in Zusammenarbeit mit den DRK-Ortsvereinen des Landkreises. Sie wissen: „Mit jedem neu registrierten Spender steigt die Chance, einem an Leukämie erkrankten Menschen das Leben zu retten.“

Die Typisierung, sei laut Veranstalter ganz einfach: Nach der Aufklärung füllt der Spender einen Fragebogen zum Gesundheitszustand aus und unterschreibt die Einwilligung. Dann nehmen Mitarbeiter der Stiftung eine Speichelprobe. Im hauseigenen Labor werden daraus die Gewebemerkmale bestimmt. Gemeinsam mit der Spendernummer, Geschlecht und Geburtsdatum werden die Gewebemerkmale pseudonymisiert an das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) geleitet, wo sie für Suchanfragen aus aller Welt zur Verfügung stehen. „Sollten die Merkmale mit denen eines Patienten übereinstimmen, wird der Spender von der Spenderdatei, bei der er registriert ist, kontaktiert“, erklären die Veranstalter.

Typisieren lassen kann sich grundsätzlich jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 40 Jahren. Informationen über Ausschlussgründe lassen sich auf der Internetseite www.stefan-morsch-stiftung.de nachlesen. Die Typisierung ist kostenlos, jedoch werden Spenden zur Finanzierung gerne entgegengenommen – da jede Spenderregistrierung mindestens 40 Euro kostet. Die Stefan-Morsch-Stiftung ist die erste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Sie leistet schnelle und persönliche Hilfe für Krebskranke und ihre Familien.

www.stefan-morsch-stiftung.de