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St. Wendels Landrat begrüßt Ausgangsbeschränkung

St. Wendels Landrat zur Ausgangsbeschränkung : „Es wäre mal an der Zeit, Wissenschaftlern zu vertrauen“

Die Landesregierung hat eine Ausgangsbeschränkung im Saarland beschlossen. Diese wird am Samstag in Kraft treten und gilt vorerst für zwei Wochen. St. Wendels Landrat Udo Recktenwald (CDU) begrüßt diesen Vorstoß des Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU) und des Kabinetts.

„Da die Allgemeinverfügung vom 16. März nicht ausreicht, ist ein schärferes Ansammlungsverbot erforderlich. Dies folgt dem, was ich bereits am Mittwoch gefordert habe, auch wenn es möglicherweise nicht weit genug geht“, erklärt Recktenwald.

Er sieht sich dem Wohl und Schutz der Bürger des Landkreises St. Wendel verpflichtet. Es gelte, die weitere Ausbreitung durch Fallfindung und Absonderung enger Kontaktpersonen, durch die Gewährleistung sozialer Distanz und durch den gezielten Schutz älterer und vorbelasteter Menschen zu verlangsamen. „Es gibt überhaupt keine Veranlassung, die Expertenmeinung in Frage zu stellen. Dazu genügt schon der Blick auf die Entwicklung in anderen Ländern wie Italien“, ist der Landrat überzeugt.

Personen, die Vorgaben und Vorschriften zur sozialen Distanz missachten, hält er für verantwortungslos. „Was sich teilweise auf öffentlichen Plätzen und in öffentlich zugänglichen Märkten abspielt, hat mit Verantwortungsbewusstsein, Sorgfalt und Solidarität nichts mehr zu tun“, sagt Recktenwald. Er hat Verständnis für die Angst und Sorgen der Menschen. Aber Panik, Hamsterkäufe und Corona-Partys seien nicht der richtige Weg, dieser Angst zu begegnen. „Es wäre endlich mal an der Zeit, den Wissenschaftlern, Medizinern und Behörden zu glauben und zu vertrauen, anstatt jedes Komma zu hinterfragen“, betont der Landrat.