1. Saarland
  2. St. Wendel

Sorgen vor dem Pokal-Kracher

Sorgen vor dem Pokal-Kracher

Freisen. Der Jubel am 16. November bei den Fußballern des FC Freisen war groß. Durch einen souveränen 3:0-Erfolg gegen den Saarlandligisten FC Palatia Limbach zog die Mannschaft des Trainerduos Klaus Schmitt und Timo Schramm ins Achtelfinale des Saarlandpokals ein. Dort wartet auf den Verbandsligisten heute Abend um 18

Freisen. Der Jubel am 16. November bei den Fußballern des FC Freisen war groß. Durch einen souveränen 3:0-Erfolg gegen den Saarlandligisten FC Palatia Limbach zog die Mannschaft des Trainerduos Klaus Schmitt und Timo Schramm ins Achtelfinale des Saarlandpokals ein. Dort wartet auf den Verbandsligisten heute Abend um 18.45 Uhr im Bruchwaldstadion wieder ein Saarlandligist - nämlich der SV Mettlach. Mit einem Sieg gegen die Kicker aus dem Westsaarland könnte Freisen erstmals in der Vereinsgeschichte ins Viertelfinale des Saarlandpokals einziehen.

Bänderriss bei Schad

Aber die Vorzeichen sind nicht besonders gut. Zum einen ist Mettlach sicher eine Nummer stärker einzuschätzen als Palatia Limbach. Schließlich ist Limbach das Saarlandliga-Schlusslicht, während der SVM auf Rang sechs der Tabelle liegt und zu den Spitzenmannschaften der Liga zählt. Zudem fallen bei Freisen ganz wichtige Spieler aus - und das nicht nur für das Pokalspiel. Innenverteidiger Felix Heinrich hat sich den Wurzelknochen im Mittelfuß gebrochen und wird einige Wochen keinen Fußball spielen können. Der beste FCF-Stürmer Sebastian Schad (16 Saisontreffer) zog sich beim 2:2 der Freisener in Primstal vor zehn Tagen bei einem Pressball einen Bänderriss zu. Noch schlimmer erwischte es in dieser Begegnung Mittelfeldspieler Enrico Rudelitz. Bei ihm riss in dieser Begegnung das Kreuzband, zudem sind Innen- und Außenband beschädigt. Rudelitz wird wohl in diesem Jahr überhaupt nicht mehr spielen können. "Sie fehlen uns an allen Ecken und Enden", sagt Trainer Klaus Schmitt.

Wegen der Ausfälle der drei wichtigen Spieler ist bei Schmitt auch die Hoffnung auf eine Pokalüberraschung gegen Mettlach enorm gesunken: "Wir sind klarer Außenseiter. Wenn wir in Bestbesetzung antreten könnten, würde ich uns einiges zutrauen, so wird es aber sehr schwer." Dabei würde ein Freisener Pokalerfolg gerade zur rechten Zeit kommen. "Wir haben in der Liga drei der letzten fünf Spiele verloren, da wäre ein Sieg gut fürs Selbstvertrauen", sagt Schmitt.

Stichwort Liga: In der Verbandsliga verpatzte der FCF die Generalprobe für den Pokalschlager. Freisen musste sich am Samstag der abstiegsbedrohten FSG Schiffweiler mit 1:3 (1:1) geschlagen geben. In der Tabelle rutschten die Blau-Weißen dadurch auf Rang zehn ab. "Angesichts der Verletzten-Misere sind wir froh, dass wir schon 32 Punkte auf dem Konto haben", sagt Schmitt. Mit diesen 32 Zählern liegt Freisen neun Punkte vor einem Abstiegsplatz.