Selbstzweifel nach dem Saisonstart

Selbstzweifel nach dem Saisonstart

Ein Fehlstart in die Saison ist für einen Fußballer eine unschöne Sache. Wenn es im ersten Spiel mehrmals im eigenen Tor gescheppert hat, können auch mal bei gestandenen Kickern Selbstzweifel auftauchen. Die ganzen Waldläufe in der Woche, Sportfeste am Wochenende, die Schinderei in Testspielen: Soll das alles umsonst gewesen sein? Dabei weiß doch der Volksmund: Umsonst ist nix

Ein Fehlstart in die Saison ist für einen Fußballer eine unschöne Sache. Wenn es im ersten Spiel mehrmals im eigenen Tor gescheppert hat, können auch mal bei gestandenen Kickern Selbstzweifel auftauchen. Die ganzen Waldläufe in der Woche, Sportfeste am Wochenende, die Schinderei in Testspielen: Soll das alles umsonst gewesen sein? Dabei weiß doch der Volksmund: Umsonst ist nix. Nur der Tod, und der kost's Leben.Quicklebendig zeigten sich dagegen die Kicker des FC Wiesbach. Denn die verdarben Aufsteiger VfB Theley mit 4:0 den Einstand in der Saarlandliga kräftig. Das hatten sich die Fans in dem fußballverrückten Dorf ganz anders vorgestellt. Wenigstens der Schatzmeister am Schaumberg hatte bei 630 Zuschauern Grund zur Freude. Nur fröhliche Gesichter gab es dagegen beim SV Grügelborn. Der Aufsteiger startete mit einem 4:1 beim SV Spiesen in die neue Landesliga-Saison. Einen Einstand nach Maß feierte auch die neu gegründete SG Peterberg in der Bezirksliga St. Wendel. Überlegen überrollten sie über 90 Minuten den SV Überroth und gaben uns damit einen Anlass für obiges schlechte Wortspiel. Und wo wir schon bei drunter und drüber, oben und unten sind, fällt uns der SV Oberlinxweiler ein. Der behielt in der Kreisliga A Weiselberg mit 13:0 gegen den Lokalrivalen FC Niederlinxweiler II die Oberhand. Ob die Gäste am Ende wohl noch wussten, wo oben und unten ist? Die Trainer der Verlierer dieses ersten Wochenendes werden ihre Jungs jetzt vielleicht diese Woche etwas mehr laufen lassen. Vielleicht durch den Wald. Vielleicht um den Platz. Vielleicht auch beides hintereinander. Zum Nachbessern. Hoffentlich erfolgreicher als unsere Bundesregierung das mit Gesetzen macht. Richtig übel wird es sowieso meist erst nach der dritten Niederlage. Dieses Gefühl, als ob die Saison ohne einen angefangen hat, dass der Rückstand immer größer wird, schleicht sich an. Da hilft nur, die Ruhe bewahren und weiter arbeiten. Denn der Volksmund weiß nämlich auch: Wer schafft, wird belohnt. Und dann kann aus unten in der Tabelle ganz schnell oben werden.

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