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Seit 25 Jahren halten sich Senioren mit Sport fit

Seit 25 Jahren halten sich Senioren mit Sport fit

Niederlinxweiler. Rente heiße heute nicht mehr Ruhestand. Im Alter sportlich zu sein, vielleicht auch ein Ehrenamt zu übernehmen, Jung und Alt zusammenbringen - das seien heute die Aspekte, die den gesellschaftlichen Wandel prägten. Das sagte der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald am Sonntag in seiner Ansprache in Niederlinxweiler

Niederlinxweiler. Rente heiße heute nicht mehr Ruhestand. Im Alter sportlich zu sein, vielleicht auch ein Ehrenamt zu übernehmen, Jung und Alt zusammenbringen - das seien heute die Aspekte, die den gesellschaftlichen Wandel prägten. Das sagte der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald am Sonntag in seiner Ansprache in Niederlinxweiler. In der Breitwieshalle feierten die beiden Seniorenabteilungen des Turn- und Sportvereins 1905 ihren 25. Geburtstag. "Wer mit 60 Sport treibt, ist oft fitter als jemand mit 40, der keinen Sport treibt", sagte der Verwaltungschef. "Es ist heute zur Regel geworden, dass ältere Menschen bis ins hohe Alter aktiv bleiben." Das beste Beispiel dafür biete der Niederlinxweiler Verein, der ein reichhaltiges Angebot für jeden Bürger und für jedes Alter bereithalte und es darüber hinaus verstehe, Junge und Alte zusammenzubringen. Der Vorsitzende des Turngaues Blies, Walter Licht, überbrachte die Glückwünsche des Gauvorstandes. Während die Zahl der Kinder in den Vereinen immer mehr zurückgehe, sei es in den Seniorenabteilungen genau umgekehrt. Sie würden immer stärker an Bedeutung gewinnen. Der stellvertretende Niederlinxweiler Ortsvorsteher Jürgen Pfaff betonte, dass über den Seniorensport nur selten etwas in den Schlagzeilen der Presse zu lesen sei. "Dabei kommt ihm eine stets größer werdende Bedeutung zu. Seniorensport hebt die Lebensqualität im Alter und bereichert außerdem das Leben der Dorfgemeinschaft", so Pfaff. Vor 25 Jahren gründete Gertrud Donath die Seniorinnenabteilung und Heinz Schmidt die Seniorensparte. Beide Gründer waren in die Breitwieshalle gekommen, feierten mit und wurden von dem Vereinsvorsitzenden Werner Sicks besonders begrüßt. Sicks ließ vor 150 Besuchern die Abteilungschroniken Revue passieren. Erst im vergangenen Jahr habe Gertrud Donath als 86-Jährige die Leitung der Turnstunde in die Hände von Christel Keller gelegt. Heinz Schmidt steht mit seinen 78 Jahren noch immer als Vorturner in der ersten Reihe und lässt sich nur ab und zu von Adolf Speicher vertreten. Werner Sicks ehrte im Laufe des Nachmittags vier Turnerinnen, die 25 Jahre Mitglied sind mit der silbernen Vereinsehrennadel: Elisabeth Bourguignon, Helga Werkle, Ilse Klein und Maria Wagner. Das mehr als zwei Stunden dauernde Programm war eine bunte und ausgewogene Mischung aus Turnen, Singen, Ansprachen und gemütlichem Beisammensein. Die Seniorinnen führten gymnastische Übungen mit Keulen, Bällen und Bändern vor, die Senioren solche mit Hanteln und Bällen. Wohlklingende Volks- und Wanderlieder sangen die Bergkehlchen aus Uchtelfangen. In der Halle wurden auch Fotos präsentiert, die die Ereignisse der beiden Abteilungen seit 1983 zeigten. gtr