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Schottischer Verein zu Gast in der Ölmühle In Fürth

Schottischer Verein zu Gast in der Ölmühle In Fürth

Fürth. Worte des Dankes von Barry Hood, dem Sekretär der Association for Industrial Archaeology (AIA) aus Aberdeen in Schottland und viel Applaus von der 30 Personen starken Besuchergruppe gab es für Willi Wern, Inhaber der Ölmühle Wern in Fürth nach der gelungenen Führung

Fürth. Worte des Dankes von Barry Hood, dem Sekretär der Association for Industrial Archaeology (AIA) aus Aberdeen in Schottland und viel Applaus von der 30 Personen starken Besuchergruppe gab es für Willi Wern, Inhaber der Ölmühle Wern in Fürth nach der gelungenen Führung. "Great", brachte eines der Mitglieder seine Begeisterung für das Industriedenkmal kurz und dennoch treffend auf den Punkt. Gut eine Stunde lang führte Wern die Besucher, die aus allen Teilen Englands und einige aus Schottland stammen, durch die Mühle. Die anfänglich befürchteten Sprachprobleme wurden durch die Englischkenntnisse Werns gut gelöst. Viel größer war da die Sorge, das Mühlrad auch wirklich zum Laufen zu bringen. "Wir haben seit längerem trockenes Wetter, die Oster hat einen tiefen Wasserstand und wir dürfen auch nicht zu stark anstauen, damit die Fische genügend Wasser zum Wandern haben", erklärte er den Gästen an der Oster. Bemerkenswert war schon hier, wie viele Fragen die Mitglieder der AIA hatten, wie detailliert sie sich informierten. Dann ging es zurück in die Mühle und auch diese Sorge sollte sich als unberechtigt zeigen, die Wasserkraft zeigte sich eindrucksvoll und das Rad begann sich zu drehen. Um die Arbeit der Mühle zu zeigen, musste Willi Wern allerdings dann doch zur Stromversorgung greifen. Begeistert verfolgten die englischen Gäste, wie sich der Mühlstein in Bewegung setzte, zückten Fotoapparate und Videokameras. "Wir haben ganz große Dinge gesehen, besuchen aber auch ganz kleine, die nicht weniger interessant sind", erzählte eines der Mitglieder. Er notierte auf seinem Programmheft die Eckdaten der Mühle ebenso, wie er alle zusätzlichen Informationen zu den bereits besuchten Industriedenkmälern vermerkt hatte. In dem Programmheft aufgelistet waren unter anderem die Stationen, die in den vier Tagen Aufenthalt im Saarland besucht wurden. Zwar hatten die meisten Mitglieder schon einmal die Industriekultur im Ruhrgebiet gesehen, wie sie erzählten, doch für alle war es der erste Besuch im Saarland. Und sie zeigten sich begeistert. Auf dem Programm standen unter anderem Velsen, Villeroy & Boch und die Alte Schmelz in St.Ingbert. cg