Kolumne zum Wochenende Schlechtes Wetter und gute Aussichten

Schneefall, Störche, Sonnenuntergänge und Schule – in dieser Kolumne ist alles drin.

Schneefall vertreibt Frühling und auf dem heiligen Berg toben Kinder
Foto: Robby Lorenz

Ist für die kommende Woche tatsächlich wieder Schnee vorhergesagt? Das will ich gar nicht glauben. Gerade hatte ich mich so an den ersten zarten Hauch von Frühling gewöhnt, der im St. Wendeler Land ja bekanntlich besonders schön ist. Da soll er schon wieder vorbei sein. Schade. Sind Sie mal abends, kurz vor Sonnenuntergang, die Alsweiler Heide hinuntergefahren? Falls nicht, haben Sie etwas verpasst. Mich jedenfalls beschleicht jedes Mal eine Art Glücksgefühl, wenn ich von Winterbach kommend über die Kuppe fahre und vor mir breitet sich plötzlich das Schaumberger Land aus. Und in leuchtendem Orange nähert sich die Frühlingssonne dem Horizont – das muss man gesehen haben. Apropos gesehen. Das hat auch Storch Jean-Jacques, und zwar sich selbst im spiegelnden Lack parkender Autos. Drum hackt er auf den vermeintlichen Konkurrenten ein, verletzt sich dabei aber nur selbst. Deshalb sind seine Werschweiler Tage gezählt. Jean-Jaques muss in eine Storchenstation, wo sein Altersruhesitz sein wird. Einen Altersruhesitz haben auch die Steyler Missionare am St. Wendeler Missionshaus. Das soll auch so bleiben. Dennoch wird auf dem Heiligen Berg bald wieder kindliches Treiben herrschen. „Grundschule im Grünen“ heißt das Stichwort. Und nun weiß man auch, wohin es mit der Nikolaus-Obertreis-Schule gehen wird, nachdem Alsfassen als Standort ob der Verkehrsproblematik quasi nicht haltbar war. Freuen wird das sicherlich nicht alle. Aber ich denke, es gibt schlechtere Umgebungen für Grundschüler.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort