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Zuviel Wasser für die Wasserleitung

Zuviel Wasser für die Wasserleitung

Gerne wird der Brückenbacher Weg in Oberlinxweiler als Abkürzung ins St. Wendeler Krankenhaus genutzt. Doch seit einem halben Jahr ist die Strecke gesperrt. Dies war nötig, damit die Wasser- und Energieversorgung Kreis St. Wendel (WVW) eine zentrale Leitung erneuern konnte. Voraussichtlich wird die Straße nächsten Dienstag wieder freigegeben.

Durchfahrt verboten, heißt es seit vergangenem Herbst im Brückenbacher Weg in Oberlinxweiler . Kurz vor der Unterführung blockieren Sperrgitter die Straße. Aber aus welchem Grund? Das haben sich verstärkt SZ-Leser gefragt, nachdem sie - aus ihrer Sicht- kaum Fortschritte an der Baustelle wahrnahmen.

Auch Günter Schnur, technischer Leiter bei der Wasser- und Energieversorgung Kreis St. Wendel (WVW), ist unglücklich mit dem Projekt. Das Unternehmen investiert an dieser Stelle ins Wassernetz, modernisiert. Musste allerdings während der Arbeiten einige Rückschläge hinnehmen. Er verstehe den Ärger der Verkehrsteilnehmer. "Ein halbes Jahr Sperrung ist trotz Weihnachten und Witterung nicht akzeptabel", findet Schnur klare Worte. Und schiebt eine gute Nachricht hinterher: Vorraussichtlich ab nächsten Dienstag ist die Straße wieder befahrbar.

Grund für die Arbeiten war die Erneuerung einer Wasserleitung. Und zwar nicht irgendeiner Leitung, wie Schnur erläutert. Es handele sich um eine Hauptversorgungseinheit, die unter anderem für das Krankenhaus, die Stadt St. Wendel und das Ostertal zuständig ist. 30 Zentimeter dick ist das Rohr, das ausgetauscht werden musste. Denn die Leitung an der Querung B 41, Bahn und Blies sei altersbedingt in keinem guten Zustand gewesen. "Auch die Lage war nicht optimal", so Schnur.

Jetzt noch der Belag



Also handelte die WVW. Zunächst lief alles nach Plan. Es wurden Gruben vor und hinter der Kreuzung B 41/Bahntrasse ausgehoben. Bauarbeiter bohrten, schafften eine Öffnung, so dass das neue Rohr eingezogen werden konnte. Die Lücken wurden dann verfüllt. Diese Arbeiten waren laut Schnur bereits 2015 erledigt. Im nächsten Schritt ging es an die so genannte offene Bauweise.

Mit dem Jahreswechsel sorgte die Witterung für Arbeitspausen. Außerdem bereitete das Grundwasser Probleme. Dessen Stand sei so hoch gewesen, dass die Gräben sich ruckzuck mit Wasser füllten. Das musste abgepumpt werden, um überhaupt weiterarbeiten zu können. Wieder kam es zu Verzögerungen.

Neben Witterung und Grundwasser nennt Schnur einen weiteren Punkt, der den Arbeitsprozess verlängerte: eine undichte Leitung. Bei einer Druckprüfung kam dies heraus. Inzwischen ist die undichte Stelle behoben. Übernächste Woche wird nochmals für einen Tag die Straße gesperrt, damit der Asphalt aufgetragen werden kann. Danach sind die Arbeiten endgültig erledigt, und die Wasserleitung geht ans Netz.