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Zupfmusik von jungen Komponisten unserer Zeit

Zupfmusik von jungen Komponisten unserer Zeit

Der Verein zur Förderung und Erhaltung des Bliestaldomes St. Remigius Bliesen hat wie in den vergangenen neun Jahren an Palmsonntag zu einem Festkonzert in den Bliestaldom eingeladen. Mehr als 150 Besucher aus dem ganzen Saarland kamen, um das Saarländische Jugendzupforchester unter Leitung von Professor Stefan Jenzer zu erleben. Josef Schuh, der Vorsitzende des Fördervereins, begrüßte den Präsidenten des Bundes für Zupfmusik in Deutschland, Thomas Kronenberger, sowie den Präsidenten der Saarländischen Zupfmusiker, Marcel Wirtz.

Jenzer dankte dem Ehrenvorsitzenden des BZVS und Mitbegründer im Saarland, Josef Schuh, der seit 1948 der Zupfmusik in Bliesen und im Saarland verbunden ist, für seine Arbeit in den über 60 Jahren.

Die 35 jungen Musiker des Saarländischen Jugendzupforchesters begeisterten ihre Zuhörer mit einem außergewöhnlichen Klangerlebnis. Das von Thomas Kronenberger gegründete Auswahlorchester brachte sehr professionell Werke von jungen Komponisten unserer Zeit zu Gehör. Das schwungvolle "Music for Play" von Claudio Mandonico eröffnete den Reigen von Interpretationen der jungen Künstler. Sie verstanden es, ihr Publikum zu verzaubern, so dass man viele mitwippende Füße, Beine und Köpfe sehen konnte. Die "Zaubermandoline" erzählt die Geschichte von zwei Kindern, die in die Bergwelt hinabsteigen. Passend zur saarländischen Bergbautradition kam dieses abwechslungsreiche Stück besonders gut an. Auch junge Preisträger des Bundeswettbewerbes "Jugend musiziert" präsentierten ihre Werke. Charlotte Kaiser und Jolina Beuren, beide mit einem ersten Preis auf der Mandoline ausgezeichnet, spielten je ein Solo-Stück voller Hingabe und Gefühl. Das Gitarrenquartett brachte den Tango mit gekonnt wohlklingenden Passagen, so dass das Publikum sich für kurze Zeit nach Südamerika versetzt fühlen durfte. Zum Abschluss erklang mit "Ceilidh", ein irisches Engagement, das an Tempo und Effekten nichts zu wünschen übrig ließ. Zufriedene Gäste verließen den Dom sichtlich berührt von und begeistert.