Zum Richtfest mit Schirm, zur Eröffnung in Badehose

Zum Richtfest mit Schirm, zur Eröffnung in Badehose

Die roten Rutschenteile liegen auf der Baustelle bereit, das Becken leuchtet in freundlichem Blau. Nur der Himmel spielt nicht so mit, wie es sich für ein Freibad-Richtfest gehört. Der färbt sich nämlich schwarz, als die Gäste zum Teil mit Regenschirmen und wasserdichten Jacken eintrudeln.

Als hätte er es geahnt, ließ Innenminister Klaus Bouillon , der die Sanierung des alten Freibades noch in seiner Zeit als St. Wendeler Bürgermeister angestoßen hatte, über seinen Nachfolger Peter Klär übermitteln, dass er den Besuchern schönes Wetter wünsche. Die guten Wünsche nutzen nichts. Aber Klär nimmt es gelassen: "So füllt sich das Becken von alleine." Solche Unterstützung haben die Bauarbeiter aber gar nicht notwendig, wie Klär betont. Denn sowohl der Kosten- als auch der Zeitrahmen für das 5,5-Millionen-Euro-Projekt werde eingehalten. Ein Jahr nach Spatenstich sei das Freibad "fast fertig" - mit Beginn der Sommerferien Ende Juli soll es öffnen. Dann sei es "eines der modernsten Bäder im Land - aber das ist ja für unsere Stadt normal".

Landrat Udo Recktenwald betont auch die Bedeutung eines Freibades für die Schulstadt St. Wendel . "Das Bad ist für die ganze Region wichtig", sagte er auch im Hinblick auf ein landesweites Bäderkonzept, mit dem man sich in Zukunft befassen müsse. Recktenwald ist sich sicher: "Spannend wird sein, welche Bäder man braucht in der Region; die Bäder in St. Wendel brauchen wir auf jeden Fall."

"Den ersten Sprung ins neue Freibad" wagen wir gemeinsam, kündigt Andreas Winckler, Vertriebsleiter beim Sponsor Globus, an - und blickt dabei Recktenwald an. Und noch etwas kündigt er an: Zur Eröffnung werde Globus jede Menge orangefarbene Wasserbälle für die Kinder spendieren.

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