Dreitägiges Festival in der City : 16 Magier zaubern um den Titel in St. Wendel

Vom 2. bis 4. August darf beim Zauberfestival wieder gelacht und gestaunt werden. Eine Zauber-Gala unter freiem Himmel steigt am Samstag.

Von vier Kontinenten reisen sie an – die Magier, die sich beim Straßenzauber-Wettbewerb in St. Wendel messen wollen. Von Freitag bis Sonntag, 2. bis 4. August, geht das Festival bereits in seine 19. Auflage. „Zwischen 80 und 110 Bewerbungen gehen im Durchschnitt dafür ein“, sagt Organisator Georg Lauer. Seine Aufgabe ist es dann, eine Auswahl zu treffen. „Uns ist es wichtig, einen Mix anzubieten – aus jenen Zauberern, die mit klassischen Requsiten wie Karten arbeiten, und jenen, die andere Bereiche wie Comedy miteinbeziehen“, erläutert Lauer.

16 Startplätze konnte die Stadt St. Wendel als Veranstalter an die Straßenmagier vergeben. Dabei treffen die Besucher auf bereits bekannte Gesichter wie den Japaner Kamimaro, Vorjahressieger Albi aus Lichtenstein oder Flash Gonzales aus Chile. Auch der treueste Gast des Festivals hat sein Kommen einmal mehr angekündigt: Ted McKoy. Es sind aber auch Neulinge am Start. So reist beispielweise Magic Mark erstmals von den Philippinen zum Zauberfestival. Der Kontakt zu ihm ist über Mario Morris aus Wales entstanden, der ebenfalls seine Premiere beim Wettbewerb in St. Wendel feiert. „Morris war der Zauberlehrer von Magic Mark“, verrät Lauer. Als er bei dem Briten nachgefragt habe, ob er ihm einen Nachwuchsmagier empfehlen könnte, nannte dieser ihm unter anderen Magic Mark. So kam es zu der Einladung.

Bei der Zauberei an sich gebe es keine Nachwuchssorgen, sagt Lauer. Beim Genre der Straßenzauberei sei das anders. „Dabei ist es der beste Lehrboden“, ist der Festivalleiter überzeugt. Denn auf der Straße könne sich der Magier nicht verstecken, er ist von Zuschauern umgeben, müsse auch auf unerwartete Störungen wie Hundegebell reagieren.

Wie es ist, sich dem Publikum und der Jury in St. Wendels Altstadt zu stellen, das wollen auch Kalibo (Saarbrücken), Amazing Georges (Frankreich), Gunther Stange (Heilbronn) und Txema (Spanien) herausfinden. Wobei Kalibo die Atmosphäre in der Kreisstadt schon sehr gut kennt, ist er doch öfter beim St. Wendeler Weihnachtsmarkt dabei gewesen. Das magische Teilnehmerfeld komplettieren das Zauberduo Brando y Silvana aus Argentinien (Sieger 2011), Amazing Georges (Frankreich), Braidon Morris (Deutschland), Chris Brandes (Deutschland), George Gilbert (USA) Gunther Stange (Deutschland) und Sammy Showtime. „Wir verändern jedes Jahr das Teilnehmerfeld. Zum einen wollen wir neue Gesichter und neue Shows zeigen, zum andern legen wir großen Wert auf die Qualität der Zauberei und auf Abwechslung bei den Shows“, betont Lauer.

Der Wettbewerb beginnt am Freitag um 14 Uhr auf dem Schlossplatz mit der feierlichen Vorstellung der Akteure. Die Magier präsentieren sich anschließend von 15 bis 23 Uhr und am Samstag von 10  bis 18 Uhr auf drei Aktionsplätzen an der Basilika und auf dem Schlossplatz. Eine internationale Jury bewertet die Shows bezüglich der Qualität der Zauberei. Wie der Festivalleiter erläutert, werde auch das Anlocken der Zuschauer, die Originalität der Show, der Umgang mit den Zuschauern und die Hutkollekte in die Wertung einbezogen. Geleitet wird die Jury von Eberhard Riese, dem Präsidenten des Magischen Zirkels von Deutschland (MZvD). Da die Magier vom Veranstalter nur eine kleine Aufwandsentschädigung erhalten, sei die Hutkollekte für die Magier – fast alle sind Zauber-Profis – besonders wichtig, da sie damit ihren Lebensunterhalt verdienen.

Um der Jury zwischendurch mal eine Pause zu gönnen, wurde ein Pausenclown verpflichtet: Luca Agro aus Italien. „Er bietet Situationskomik vom Allerfeinsten, ein total verrücktes Musterbeispiel für perfekte Schlagfertigkeit“, schwärmt Lauer.

Die Sieger des magischen Wettbewerbs werden am Samstagabend um 20 Uhr bei einer Open-Air-Zauber-Gala auf dem Schlossplatz geehrt. Moderiert wird die Show von Wallstreet Theatre. Herr Schulze und Herr Schröder stehen laut Lauer für eine Mischung aus trockenstem englischem Humor, exzentrischem Minenspiel und einer Prise Artistik.

Der Festival-Sonntag wird von 10 bis 20 Uhr zum Familien-Zauberfest. Auf bis zu sechs Aktionsflächen können die Besucher dann magische Shows nonstop erleben. „Die Zauberer sorgen Jahr für Jahr für ein besonderes Flair in unserer Stadt. Drei Tage lang feiern Einheimische und Gäste aus ganz Europa ein wunderschönes Familienfest mit toller Zauberei, super Stimmung und ganz viel Spaß“, sagt Bürgermeister Peter Klär (CDU).

Die Teilnehmer auf einen Blick: Albi (Liechtenstein) Amazing Georges (Frankreich) Braidon Morris (Deutschland) Brando y Silvana (Argentinien) Chris Brandes (Deutschland) Flash Gonzalez (Chile) George Gilbert (USA) Gunther Stange (Deutschland) Kalibo (Deutschland) Kamimaro (Japan) Magic Mark (Philippinen) Mario Morris (Wales) Sammy Showtime (Australien) Ted McKoy (Schottland) Txema (Spanien) Specialgast: Luca Agro (Italien).

 Magic Mark reist von den Philippinen zum Festival an.
Magic Mark reist von den Philippinen zum Festival an. Foto: Katrina Lat/thekatalysts
 Albi,  der Zauberfuzzi aus Lichtenstein, kommt als Titelverteidiger zum Wettbewerb. Den hat er 2018 für sich entscheiden können.
Albi,  der Zauberfuzzi aus Lichtenstein, kommt als Titelverteidiger zum Wettbewerb. Den hat er 2018 für sich entscheiden können. Foto: Bonenberger
 Er ist St. Wendels Stammgast beim Zauberfestival: Ted McKoy. 2012 und 2016 konnte er den Wettstreit bereits gewinnen. Kann er ein drittes Mal um den Titel spielen?
Er ist St. Wendels Stammgast beim Zauberfestival: Ted McKoy. 2012 und 2016 konnte er den Wettstreit bereits gewinnen. Kann er ein drittes Mal um den Titel spielen? Foto: Bonenberger
 Aus Japan kommt Kamimaro.  Er war schon öfter in St. Wendel zu Gast. 2015 konnte er den Zauber-Wettbewerb für sich entscheiden.
Aus Japan kommt Kamimaro.  Er war schon öfter in St. Wendel zu Gast. 2015 konnte er den Zauber-Wettbewerb für sich entscheiden. Foto: Sarah Konrad
 Flash Gonzales aus Chile ist in St. Wendel dabei.
Flash Gonzales aus Chile ist in St. Wendel dabei. Foto: Sarah Konrad

www.strassenzauberei.de