Wissens- und Lesenswertes aus dem St. Wendeler Land

Wissens- und Lesenswertes aus dem St. Wendeler Land

Es ist ein gedrucktes Stück Heimat. Erzählt auf 192 Seiten Geschichten und Geschichtliches aus dem St. Wendeler Land, eindrucksvoll bebildert. Die Rede ist vom Heimatbuch des Landkreises St. Wendel. Für 18 Euro ist es im Buchhandel erhältlich.

Landrat Udo Recktenwald (CDU ) ist voll des Lobes: "Das Heimatbuch ist eine Bereicherung in jedem Buchregal", sagte er bei der Präsentation des 33. Buches wenige Tage vor Weihnachten im historischen Sitzungssaal des Landratsamtes (wie kurz berichtet). Es sei ein Nachschlagewerk, biete eine Zeitreise, sei in seiner Art konkurrenzlos. Recktenwald: "Das Buch ist ein zeitgeschichtliches Dokument, spannend, kurzweilig, humor- und niveauvoll."

Das neue Heimatbuch umfasst 29 Artikel von 28 Autoren aus den Themenfeldern Landeskunde, Bevölkerung, Geschichte, Kirche und Religion. Aber auch aus Politik, Wirtschaft, geistigem und kulturellem Leben. Zudem gibt es eine Chronik mit den wichtigsten Ereignissen aus dem Zeitraum von Oktober 2012 bis Oktober 2015. Die Chronik des vorherigen Heimatbuches endet im Oktober 2012.

Im 33. Heimatbuch berichtet der Architekt Bernd Brill über die Planung und den Bau des neuen Rathauses in St. Wendel . Karl-Josef Boussard äußert Gedanken zum Ende des Steinkohlebergbaus, Theo Schäfer schreibt über die Eisenbahngeschichte in der Region, Viktor Heck über Rituale und Brauchtum um Sterben, Tod und Beerdigung in früheren Zeiten. Jürgen Brill philosophiert über die Marpinger Mundart. Experten berichten über neue Erkenntnisse der Archäologen aus dem Wareswald und aus Otzenhausen. Es gibt Artikel über die Partnerschaft der Gemeinde Nohfelden mit Feliz in Brasilien, eine Beschreibung des Warken-Eckstein-Wanderweges. Frater Wendelinus berichtet aus der Abtei Tholey, ein Artikel widmet sich der jüdischen St. Wendeler Buchhändlerin Meta Schmitt, ein anderer dem inneren Schlossgraben und altem Marktplatz in St. Wendel , ein weiterer der Jagd rund um Türkismühle zur Zeit von Herzog Karl II. von Pfalz-Zweibrücken. Im Heimatbuch zu finden ist ein ausführlicher Nachruf zum Tod des Landtagspräsidenten Hans Ley , eine Bilanz der Arbeit von Klaus Bouillon als Bürgermeister der Kreisstadt.

Weitere Themen beschäftigen sich mit der Firma Wolffgeräte in St. Wendel , mit Bischof Theodor Schu aus Tholey und seinem Wirken in China oder dem blinden Musiker Josef Scherer aus Eiweiler. Ein Artikel informiert über die Wahlen in der Region in den letzten drei Jahren. Tourismusentwicklung und eine Zwischenbilanz zu Hartz IV sind weitere Themen. "Kein schöner Land" heißt die passende Einleitung ins Buch von Alfons Klein. Auch Gedichte fehlen nicht.

Heimatbuch erscheint seit 1948 ununterbrochen, zurzeit alle drei Jahre. "Im Saarland gibt es keinen Landkreis, der das in dieser Form macht", betonte der Leiter des Redaktionsausschusse, Thomas Störmer. Diesem Gremium gehören zudem an: Daniel Ames, Bernd Brill, Michael Glaser, Fatma Hinsberger, Lukas Kowol, Bernhard W. Planz, Petra Scholl und Helmut Weiler.

Die Zielsetzung des Buches ist in all diesen Jahrzehnten gleich geblieben. Daran erinnerte Udo Recktenwald . Es soll von der Heimat künden, habe 1948 der damalige Landrat Paul Schütz gesagt. Recktenwald zitierte Schütz weiter: "Die Heimat ist eines der höchsten Güter des Menschen."

Landrat Udo Recktenwald und Mitglieder des Redaktionsausschusses bei der Buchpräsentation.

Zum Thema:

HintergrundDie Fakten zum 33. Heimatbuch: Festeinband, vierfarbig, 192 Seiten, 163 Abbildungen, 18 Euro. Herausgeber Landkreis St. Wendel , Verlag Edition Schaumberg aus Marpingen-Alsweiler, ISBN 978-3-941095-35-9. Die Auflage beträgt 1000 Exemplare. vf

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