"Wir haben Freude und Leid miteinander geteilt"

"Wir haben Freude und Leid miteinander geteilt"

Walter und Hildegard Bohrer, geborene Saar, sind seit 60 Jahren miteinander verheiratet. Weil am 17. September 1952 noch ein anderes Paar mit am Traualtar stand, war es sogar eine Doppelhochzeit.

Oberlinxweiler. Seit 60 Jahren sind Walter und Hildegard Bohrer, geborene Saar, ein Paar. Heute, Montag, feiert das Ehepaar, das in der Niederlinxweilerstraße 2 wohnt, das Fest der Diamantenen Hochzeit. Der Jubilar kam am 3. Februar 1923 als jüngstes von sieben Kindern in Oberlinxweiler zur Welt. Nach der Volksschule ging er im elterlichen Betrieb in die Metzgerlehre und legte im November 1947 die Meisterprüfung ab. Zwölf Jahre später übernahm er mit seiner Frau den Betrieb und verbrachte dort sein ganzes Berufsleben. Als Walter Bohrer mit 65 in den Ruhestand ging, war das nur eine Formsache. Bis zum Jahre 2000 stand er seinem Sohn Dirk, der die Metzgerei zwischenzeitlich übernommen hatte, mit Rat und Tat zur Seite. In jungen Jahren war der Fußball das große Hobby des Oberlinxweilers. Lange Zeit rannte er dem runden Leder nach und war einige Jahre Jugendleiter beim Sportverein.Hildegard Bohrer wurde zwar am 15. April 1931 in Neunkirchen geboren, ihr Elternhaus stand aber in Bosen. Vater und Mutter betrieben eine Landwirtschaft, wo die Tochter nach der Schulentlassung mithalf. Walter und Hildegard lernten sich 1949 rein zufällig auf einer Hochzeitsfeier im Gasthaus Roth in Türkismühle kennen. Am 17. September 1952 heirateten sie, vormittags standesamtlich beim Amt St. Wendel-Land in St. Wendel, nachmittags in der evangelischen Kirche in Niederlinxweiler. Getraut wurden sie von Pfarrer Fischer. Weil noch ein anderes Paar mit am Traualtar stand, war es sogar eine Doppelhochzeit. Das Ehepaar, das seit Jahrzehnten jeden Morgen intensiv die Saarbrücker Zeitung studiert, hat eine Tochter und einen Sohn, zwei Enkel und einen Urenkel. "Wir haben Freude und Leid miteinander geteilt und viele schöne Jahre verbracht", sagte Hildegard Bohrer gegenüber der SZ. "Vielleicht waren diese Jahre deshalb so schön, weil wir ein Leben lang viel gearbeitet haben. Es machte einfach Spaß, in unserem Betrieb, der gut lief, tätig zu sein." gtr