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Wildtierschutz: Ungehorsame Hunde müssen an die Leine

Wildtierschutz: Ungehorsame Hunde müssen an die Leine

Der Lenz ist da und mit ihm erblickt vielerorts der heimische Wildtier-Nachwuchs das Licht der Welt. Anlässlich der aktuellen Brut- und Setzzeit zahlreicher Wild- und Vogelarten appellieren die Jäger aus dem Hegering Oberes Bliestal daher an Naturliebhaber und Spaziergänger, Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt zu nehmen. Ob junge Hasen, Rehkitze, Frischlinge oder Vogelküken - ab Mitte April verwandeln sich Feld und Flur in eine große Kinderstube. In der können auch stöbernde Hunde viel Schaden anrichten. Deshalb dürfen Hundebesitzer in der Zeit vom 1. März bis zum 30. Juni ihre Lieblinge nicht unangeleint laufen lassen - so sie denn nicht auf Ruf oder Pfiff reagieren.

Für werdende Muttertiere besteht ebenfalls Gefahr. Vor der anstehenden Geburt sind sie stressempfindlich und im Aktionsradius eingeschränkt. Ein freilaufender Hund kann Rehe zu Tode hetzen oder Fehlgeburten verursachen. Besondere Aufmerksamkeit ist geboten, wenn Spaziergänger oder Hunde auf eine Wildschwein-Bache mit Frischlingen treffen. Wildschweine sind sehr wehrhaft und verteidigen ihren Nachwuchs und können den geliebten Vierbeiner schwer verletzen. Umsicht sei auch im Umgang mit aufgefundenem Jungwild gefragt, so die Bliestal-Jäger. Hier gelte es, sich zügig und geräuschlos zu entfernen und das "Findelkind" keinesfalls anzufassen, "sondern es muss an der jeweiligen Fundstelle belassen werden". Erst durch Menschengeruch würden gesunde Jungtiere zu hilflosen Waisen. Denn in der Regel würden sich Elterntiere in der Nähe aufhalten und kehrten dorthin zurück, sobald der Mensch sich entfernt hat. Im Zweifelsfall sollten Tierfreunde den ortsansässigen Jäger informieren. "Wenn sich alle ein wenig an die Spielregeln halten, profitieren Mensch und Natur gleichermaßen davon", heißt es abschließend in der Mitteilung.

Infos unter Telefon (0 68 51) 12 28.