Wenn die Belastung zu hoch ist

Psychische Erkrankungen führen zu hohen Fehlzeiten in Betrieben.

Psychische Belastungen zählen heute zu den häufigsten Ursachen für Fehlzeiten im Betrieb. Rund 16,5 Prozent des Krankenstands werden durch psychische Erkrankungen verursacht. Jeder dritte Arbeitnehmer leidet dauerhaft unter Stress. Die durchschnittliche Dauer psychisch bedingter Krankheitsfälle ist mit 40,1 Tagen drei Mal so hoch wie bei anderen Erkrankungen. Neben den Ausfallzeiten, unter denen die Betriebe leiden, sind es vor allem enorme finanzielle Belastungen für die Sozialsysteme - die direkten Kosten für psychische Erkrankungen betragen 28,6 Mrd. Euro. Diese Zahlen hat die saarländische Industrie- und Handelskammer (IHK) mitgeteilt.

Seit Juni 2013 schreibt der Gesetzgeber eine Gefährdungsbeurteilung für psychische Belastung für jeden Betrieb als Teil des Arbeitsschutzgesetzes zwingend vor, heißt es in der Mitteilung der IHK weiter. Seit der letzten Änderung des Arbeitsschutzgesetzes gehörten dazu auch die Einhaltung des Verfahrens und dessen Dokumentation. Es sei also nicht die Frage, ob Unternehmer das machten, sondern wie.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe IHK-Regional im Landkreis St. Wendel wird Laura Leismann von der Johannesbad Projekt BGM, B.A. Gesundheitsmanagement, Unternehmern Tipps für die praktische Umsetzung der Vorgaben in Ihrem Betrieb geben und von den Erfahrungen beim Umgang mit den Ergebnissen berichten. Die Veranstaltung im St. Wendeler Unternehmerzentrum (UTZ), Werschweilerstraße 40, am Dienstag, 25. April, beginnt um 19 Uhr.

In der Veranstaltung werden darüber hinaus Jochen Mörsdorf von der St. Wendeler Kreissparkasse und der Betriebsarzt Dr. Hans-Peter Geib über das Pilotprojekt "Externe Mitarbeiterberatung" informieren. Nach dem Vortrag bestehe ausreichend Gelegenheit zu vertiefenden Gesprächen, so die IHK.

Anmeldung: Tel. (06 81) 9 52 07 01 oder per E-Mail an: heike.raubenheimer@saarland.ihk.de. Der Eintritt ist frei.