Bilanz: Wenig Bewegung auf dem Arbeitsmarkt

Bilanz : Wenig Bewegung auf dem Arbeitsmarkt

Nicht viel los ist derzeit auf dem St. Wendeler Arbeitsmarkt. Wie die Agentur für Arbeit Saarland mitteilt, stagnierte die Zahl der Arbeitslosen im April mit 1566 in etwa auf Vormonatsniveau (minus sechs). Dagegen ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um deutliche 8,7 Prozent gesunken. Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 3,3 Prozent, das waren 0,4 Prozentpunkte weniger als vor einen Jahr.

„Der Arbeitsmarkt zeigt sich auch zu Beginn des zweiten Quartals in einer stabilen Verfassung“, bilanziert Jürgen Haßdenteufel, Chef der Agentur für Arbeit Saarland. Was die Zukunft betrifft, so äußert sich der Experte positiv: „Die hohen Stellenmeldungen seit Jahresbeginn zeigen deutlich den immer noch steigenden Kräftebedarf der Unternehmen. Für die nächsten Wochen rechne ich daher mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit.“

 Bei den bei der Arbeitsagentur gemeldeten Jüngeren unter 25 Jahren lag die Arbeitslosigkeit mit 95 Personen auf Vorjahresniveau. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50plus hat sich gegenüber dem Vorjahr um sieben auf aktuell 344 erhöht.

Die Arbeitslosigkeit beim Jobcenter des Landkreises ist im April geringfügig gestiegen (plus acht auf 833). Damit liegt sie deutlich unter dem Vorjahreswert (minus 12,4 Prozent). Jugendarbeitslosigkeit war im Zuständigkeitsbereich des Jobcenters nicht vorhanden. 228 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren älter als 50 Jahre.

Weniger als die Hälfte der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen ist gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits ein Jahr und länger registriert. Mit 323 Langzeitarbeitslosen beträgt ihr Anteil an allen Arbeitslosen 39 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um rund 15 Prozent.

 Auch vom Stellenmarkt gibt es Neuigkeiten. Wie die Agentur für Arbeit Saarland mitteilt, sind aktuell 790 Stellen gemeldet, 50 mehr als im April 2017. Seit Jahresbeginn haben die Unternehmen der Region 770 offene Stellen zur Besetzung gemeldet, 3,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Besonders viele und Mitarbeiter werden weiterhin in der Zeitarbeit, im Handel, im Verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe im Gastgewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen gesucht.

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