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Weihnachtsmarkt in St. Wendel - Polizei zieht Bilanz

Polizeibilanz : Zwei Rote Karten beim Weihnachtsmarkt

Einen Tag nach dem Ende des St. Wendeler Weihnachts- und Mittelaltermarkt hat die Polizeiinspektion (PI) ihre Bilanz bekannt gegeben. Und die fällt für eine derartige Großveranstaltung von neun Tagen erfreulich aus.

Laut Stadtverwaltung haben 200 000 Gäste den Weihnachtsmarkt besucht (wir berichteten). Im Großen und Ganzen sei alles ruhig, sicher und moderat abgelaufen, teilte ein Polizeisprecher mit. Dies habe auch an der ständigen Präsenz der Ordnungshüter gelegen. So hat Kontaktpolizist Karl-Heinz Fischer pro Tag 20 Dienstkilometer durch die Gassen der Kreisstadt absolviert, um nach dem Rechten zu schauen. „Die Anwesenheit der Polizisten stärkt ja das Sicherheitsgefühl bei den Besuchern und den Standbetreibern“, meint die städtische Marktchefin Leonie Paqué. An beiden Wochenenden haben US-amerikanische, französische und luxemburgische Sicherheitskräfte ihre deutschen Kollegen bei den Streifengängen unterstützt. „Wir sind oft angesprochen worden und sind nach dem Weg zu Programmpunkten gefragt worden. Dabei haben wir viele positive Rückmeldungen von den US-amerikanischen Marktbesuchern erhalten“, erklärt Jennifer Marhanne, die als Übersetzerin den Einsatz der Militär- und Sicherheitspolizisten aus Kaiserslautern und Baumholder koordiniert hat.

Ihren deutschen Kollegen haben rund um den Markt mehrere Parkverstöße sanktionieren müssen. Eingeschritten sind sie bei einer Schlägerei, die mit wechselseitiger Körperverletzung geendet ist. Wegen ungebührlichem Verhaltens sei gegen zwei Personen ein Platzverweis für die Dauer des Weihnachtsmarktes erteilt worden. Auf dem Schloßplatz hat die Feuerwehr einen Schwelbrand in einer Weihnachtsbude gelöscht. Weit nach Marktende ist in der himmlischen Meile der mannshohe Nussknacker beschädigt worden. Gegen den Täter wird nun wegen Sachbeschädigung ermittelt.

Bezüglich der Parkmöglichkeiten hat Ralf Kartes, der stellvertretende PI-Leiter, im Vorjahr noch massiv bemängelt. „Unvernünftige Mitmenschen haben auf den Busparkplätzen durch nachlässiges Parken den Bussen die Ausfahrt erheblich erschwert“. In Verbindung mit der Stadtverwaltung konnte dieses Problem beseitigt werden. „An den Wochenenden waren am Busparkplatz Bosenbach Einweiser eingeteilt“, berichtet Paqué. Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs sind derzeit dabei die Holzbuden abzutransportieren.

2020 läuft dann das vorweihnachtliche Spektakel in der Zeit vom 5. bis 13. Dezember.