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Waldorfkindergarten schafft Krippenangebot

Waldorfkindergarten schafft Krippenangebot

St. Wendel. Gleichzeitig mit der 21-Jahrfeier hat der Waldorfkindergarten St. Wendel nach vierjähriger Bauzeit die Einweihung des Kindergartenneubaus und der Kinderkrippe gefeiert. "Durch eine Bauverzögerung sind wir noch nicht abschließend fertig geworden", teilt Kindergartenleiterin Christine Schiffner mit

St. Wendel. Gleichzeitig mit der 21-Jahrfeier hat der Waldorfkindergarten St. Wendel nach vierjähriger Bauzeit die Einweihung des Kindergartenneubaus und der Kinderkrippe gefeiert. "Durch eine Bauverzögerung sind wir noch nicht abschließend fertig geworden", teilt Kindergartenleiterin Christine Schiffner mit. Eingebettet in ein 3500 Quadratmeter großes Naturgelände ist nach baubiologischen Gesichtspunkten ein, wie Schiffner beschreibt, "lebendiges Gebäude" entstanden."Harmonisch abgestimmte Farben, natürliche Materialien geben Raum zur Persönlichkeitsentwicklung und zum fantasievollen und kreativen Spielen und Lernen", erklärt die Kindergartenleiterin bei der Führung durch die Räume. Der Kindergarten bietet Platz für insgesamt 35 Kinder. Im Alter von drei Jahren bis zur Schulreife können im Kindergartenbereich 25 Kinder betreut werden. In der Kinderkrippe können zehn Kleinkinder im Alter von sechs Wochen bis zum dritten Geburtstag betreut und individuell gefördert werden.

Freie Kindergartenplätze stehen derzeit noch reichlich zur Verfügung. "Momentan besuchen elf Kinder den Kindergarten", sagt Schiffner. Um die freien Kindergartenplätze zu vergeben, werde man, so Landrat Udo Recktenwald (CDU), nun gemeinsam in die Werbung gehen. "Der Bedarf an Kinderkrippenplätzen ist hoch", weiß Recktenwald. Bis August 2013 muss die von Bund, Ländern und Kommunen vereinbarte Betreuungsquote von 35 Prozent für Kinder unter drei Jahren erreicht werden. "Was die Schaffung von Krippenplätzen anbelangt, ist der Landkreis St. Wendel führend im Saarland", stellt Recktenwald heraus. Wie wichtig Kindergärten seien, mache die immer wiederkehrende bildungspolitische Diskussion deutlich. "Im Kindergarten erlernen die Kleinen den regelmäßigen Umgang mit anderen Kindern, hier werden spielerisch ihre Talente gefördert und ihre Fähigkeiten entfaltet", sagt Recktenwald.

Der Beigeordnete der Stadt St. Wendel, Kurt Wiese, ergänzt: "Es ist eine sehr wichtige und sinnvolle Einrichtung. Die Arbeit, die in einem Kindergarten geleistet wird, zahlt sich auch für die Stadt aus". Vor fünf Jahren wurde das Grundstück für den Kindergarten in der Welvertstraße gefunden. "Danach haben wir mit der Planung begonnen", blickt Schiffner zurück. Am 10. Mai 2009 ist der Grundstein gelegt worden. Passend zum Neubau wurde das Außengelände in naturnahe Spiel-, Ruhe- und Erlebnisflächen umgestaltet.

Auf einen Blick

Die Projektkosten für den Neubau des Waldorfkindergartens St. Wendel betragen 1,2 Millionen Euro. 370 000 Euro steuerte der Förderverein zur Pflege und Förderung der Waldorfpädagogik bei. Weitere Zuschüsse: Landkreis St. Wendel: 240 000 Euro, Stadt St. Wendel: 291 431 Euro, wie mit einem Betrag von 31 744,29 Euro beim Ankauf des Grundstückes. frf