Vortrag über Kriegsgefangene in Hoof

Heimat- und Kulturverein Ostertal : Über die Kriegsgefangenen von der „Scharmeshöhe“

(red) Der Heimat- und Kulturverein Ostertal lädt zu seiner Herbstveranstaltung am Freitag, 1. November. Sie beginnt im protestantischen Gemeindehaus Hoof um 17 Uhr.

Dann berichtet Heimatforscher Hans Kirsch – unterlegt mit Bildern – über ein Thema der Nachkriegszeit 1945/46: über deutsche Kriegsgefangene des Gefangenenlagers Freisen, die auf der „Scharmeshöhe“, wo die Gemarkungen Hoof, Osterbrücken und Haupersweiler aufeinandertreffen, Kriegsmunition entschärfen mussten, teitl Kirsch mit. Neben tödlichen Unglücksfällen habe es es ein weiteres gravierendes Problem gegeben: Die französischen Besatzungstruppen, die das Lager unterhielten, waren über längere Zeit nicht in der Lage, die Gefangenen ausreichend zu ernähren, berichtet Kirschj vorab. In dieser Situation seien Helferinnen eingesprungen. Junge Frauen aus Osterbrücken trugen Tag für Tag warmes Essen auf die „Scharmeshöhe“ und halfen  so mit, dass die Gefangenen ihre Arbeit verrichten konnten. Zwei Gefangene haben später darüber berichtet: Der aus Schlesien stammende Wolfram Koch, der nach dem Krieg nach Kanada auswanderte und 2004 seine Memoiren schrieb, und Herbert Schumacher aus dem Holsteinischen, der nach seiner Flucht aus dem Lager und Rückkehr in seine Heimat eine Frau aus Osterbrücken heiratete.

Die Memoiren des 2017 verstorbenen  Koch können in der Veranstaltung zum Preis von 15 Euro bestellt werden. Alle Osterbrücker Besucher erhalten eine Kopie des Buchtitels mit einer Widmung von Koch „Den Einwohnern von Osterbrücken mit besten Wünschen und Erinnerungen an 1945/46“.

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