Vortrag „Laientestamente sind oftmals Stolpersteine“

Vortrag : Unternehmensnachfolge erfolgreich planen

Bei der Regelung der Unternehmensnachfolge greifen keine traditionellen Standardrichtlinien, erklärt eine Expertin.

Fragen der geregelten Unternehmensnachfolge standen im Mittelpunkt des Vortrags „Laientestamente sind oftmals Stolpersteine“ im Unternehmer- und Technologiezentrum (UTZ) in St. Wendel. Gemeinsam hatten der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) e.V., die Wirtschaftsregion Saarland und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land zu der Informationsveranstaltung geladen.

Vorsorge-Anwältin Monika Fries von Fries & Hermann in Blieskastel
erklärte die familiären, rechtlichen und steuerlichen Aspekte der Unternehmensnachfolge. „Will ein Unternehmer ein Testament aufsetzen, sind ganz besondere Anforderungen an die rechtliche Gestaltung des Testaments sowie der Unternehmensnachfolge zu stellen“, erläuterte die Anwältin. Denn grundsätzlich würden hierbei weder die gesetzliche Erbfolge, noch traditionelle Standardregelungen greifen. Die Referentin wies ferner darauf hin, dass es äußerst hilfreich für Unternehmer sei, Regelungen mit den Erben zu besprechen. Dies fördere die Akzeptanz und die Einsicht in den Willen des Testamentsverfassers und helfe, spätere Konflikte zu vermeiden, so Fries weiter.

Gemeinsam mit ihrem Kollegen Klaus Hermann, Fachanwalt für Erbrecht, ging sie auf Problembereiche im Erbrecht ein: erbschaftsteuerliche Begünstigung von unternehmerischem Vermögen, erbrechtliche Rechtsnachfolge bei diversen Unternehmensformen vom Einzelunternehmen bis hin zu GmbH oder OHG und Aspekte der Unternehmer-Vorsorgevollmacht.

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