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Vorträge zum Thema Auswandererschicksale

Vorträge zum Thema Auswandererschicksale

Die traditionelle Herbstveranstaltung des Heimat- und Kulturvereins Ostertal steht am Sonntag, 1. November, im protestantischen Gemeindehaus in Hoof auf dem Programm. Dazu hat sich der Veranstalter ein aktuelles Thema ausgesucht: "Auswandererschicksale".

Und zwar solche aus dem Ostertal und in den vergangenen drei Jahrhunderten. Nach einer allgemeinen Einführung in das Thema "Auswanderungen" durch Klaus Zimmer wird Walter Harth über den Bubacher Auswanderer Hans Adam Klein berichten, der schon 1709 nach Nordamerika ging.

Hans Kirsch berichtet anschließend von mehreren Ostertaler Familien, die 1724 nach Südungarn zogen und dort ein Dorf gründeten, in dem bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs ausschließlich Deutschstämmige lebten. Marianne Kirsch erfuhr erst 1999, dass schon seit 1784 Verwandte ihrer Familie in der Batschka lebten. Nachfahren des Saaler Amerika-Auswanderers Daniel Seyler (1847) hat Gernot Spengler vor einigen Jahren in Washington besucht. Und Melanie Jung wird von zwei jungen Burschen aus Selchenbach berichten, die 1880 einen "Betrug der Welt" begingen, die sich danach nicht mehr im Ort halten konnten und in die USA flüchteten. Zum Abschluss wird Hans Kirsch das Leben von Helmut Berg aus Niederkirchen schildern, der 1929 nach Chicago auswanderte und ganz in der Nähe war, als dort der als Schwerverbrecher gesuchte John Dillinger von der Polizei erschossen wurde. Die Vorträge werden illustriert. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr, Eintritt frei.