Von St. Wendel nach Ostfriesland

St. Wendel/Spiekeroog. Weite Wiesen, frische Seeluft, kreischende Möwen - das ist Spiekeroog. Die ostfriesiche Insel ist ein Ort, an dem viele Menschen Erholung vom Alltagsstress suchen. Und es ist seit über vier Jahren das Zuhause eines gebürtigen St. Wendelers. Jochen Thomas lebt mit seiner Ehefrau dort, wo andere gerne Urlaub machen

St. Wendel/Spiekeroog. Weite Wiesen, frische Seeluft, kreischende Möwen - das ist Spiekeroog. Die ostfriesiche Insel ist ein Ort, an dem viele Menschen Erholung vom Alltagsstress suchen. Und es ist seit über vier Jahren das Zuhause eines gebürtigen St. Wendelers. Jochen Thomas lebt mit seiner Ehefrau dort, wo andere gerne Urlaub machen. Der 34-Jährige entschloss sich der Liebe wegen in den Hohen Norden zu gehen.Seine heutige Frau Britta lernte der Saarländer schon als kleiner Junge kennen. Denn ihre Mutter stammt aus Grügelborn, wo ihre Großmutter auch heute noch lebt. "Sie war früher oft als Ferienkind bei ihrer Oma", erzählt der 34-Jährige. Zwischenzeitlich hatten sie sich aus den Augen verloren. Zu einem Wiedersehen kam es 2007. In St. Wendel lief sich das jetzige Ehepaar zufällig über den Weg. "Wir haben dann Kontakt aufgenommen und uns immer wieder getroffen", erzählt er. Schließlich haben sich die beiden ineinander verliebt.

Damals arbeitete sie im Schloßberghotel in Homburg, aber die Heimat der 33-Jährigen war Spiekeroog. Dort führte ihr Vater ein Restaurant: die Dünenklause. Da für Jochen Thomas ohnehin eine berufliche Veränderung anstand, ließ er sich auf das Abenteuer Spiekeroog ein. Er machte sich mit dem Gastronomiegeschäft vertraut - zunächst ein Jahr auf Probe. Nach diesen zwölf Monaten hatte sich das Paar entschlossen, zusammen die Führung des Restaurants zu übernehmen und auf der ostfriesischen Insel zu bleiben. 2009 wurden sie schließlich Mann und Frau. Ihre gemeinsame Tochter Hanna, die 2010 auf die Welt kam, hat ihre Familie bereichert. "Im November wird sie zwei Jahre alt", erzählt der Familienvater stolz. "Ich habe meine Entscheidung in Spiekeroog zu leben nie bereut", sagt Jochen Thomas. Er gibt zu, es sei anfangs eine Umstellung gewesen. Ungewohnte Arbeitszeiten, eine Sechs-Tage-Woche. Doch daran habe er sich gewöhnt. "Ich habe vor für immer hier zu bleiben", verrät der Wirt entschlossen.

Mit der Übernahme der Gastwirtschaft führt das Paar eine Familientradition fort - schon in der dritten Generation. "Spiekeroog ist sehr schön, aber auch nach St. Wendel komme ich immer gerne zurück", sagt Thomas. Denn hier besucht er seine Familie und Freunde zwei bis drei Mal im Jahr. "Beide Orte haben ihre Reize", sagt er mit einem Lachen. Auch seine Familie kommt hin und wieder auf die idyllische Insel im niedersächsischen Wattenmeer.