Von der Schule zum Vereinsheim

St. Wendel. Der Umbau der ehemaligen Grundschule in Winterbach zu einem Vereinsheim ist inzwischen so weit fertig gestellt, dass die Vereine einziehen können. Daher feierte die Stadt mit der Dorfgemeinschaft die Einweihung des 22. Kulturzentrums im St. Wendeler Stadtgebiet

 Die Jugendgruppe des Musikvereins Winterbach spielte bei der Eröffnung. Foto: B&K

Die Jugendgruppe des Musikvereins Winterbach spielte bei der Eröffnung. Foto: B&K

St. Wendel. Der Umbau der ehemaligen Grundschule in Winterbach zu einem Vereinsheim ist inzwischen so weit fertig gestellt, dass die Vereine einziehen können. Daher feierte die Stadt mit der Dorfgemeinschaft die Einweihung des 22. Kulturzentrums im St. Wendeler Stadtgebiet. Rund 250 000 Euro wurden seit der Vorstellung der Umbaupläne im Mai 2009 in einen ersten Bauabschnitt investiert, um das alte Schulgebäude einem neuen Verwendungszweck zuzuführen. In einem zweiten Bauabschnitt ist geplant, den für Vereinszwecke umgebauten Gebäudekomplex mit Wärmedämmung an Dach- und Außenwänden, neuen Fenstern und Türen sowie der Überarbeitung der Heizung Energie sparend auszustatten. Hierfür sind Kosten in Höhe von rund 250 000 Euro angesetzt. Nach Umzug aller Vereine sollen der Zwischenbau und das alte Schulgebäude abgebrochen und das frei werdende Grundstück für eine eventuelle neue Bebauung mit geschätzten Kosten in Höhe von rund 100 000 Euro hergerichtet werden. Insgesamt sind somit für alle Bauabschnitte Investitionen in Höhe von etwa 600 000 Euro vorgesehen. Auch diese Investitionen fügen sich in den Rahmen der flächendeckenden Dorferneuerung. Seit 1983 hat die Stadt gemeinsam mit ihren Eigenbetrieben rund 300 Millionen Euro in die gesamte Stadtentwicklung investiert. Neubaugebiete wurden erschlossen, Straßen, Abwasseranlagen und Wanderwege gebaut, Feuerwehrhäuser und Sportanlagen errichtet, Schulen modernisiert und eben 22 Kulturzentren geschaffen. Viele Maßnahmen von Rohbauarbeiten über Elektroinstallation, Verglasung und Heizung bis hin zu Malerarbeiten und Brandschutzmaßnahmen waren notwendig, um den Einzug der Vereine zu ermöglichen. Dabei ergaben sich unvorhersehbare Instandsetzungsarbeiten, die den Ablauf um einige Wochen verlängerten. Von insgesamt elf ausgeschriebenen Gewerken wurden zur Belebung der heimischen Wirtschaft neun Gewerke an Firmen aus dem Stadtgebiet und dem Landkreis St. Wendel vergeben. Bei der Einweihungsfeier konnte Bürgermeister Klaus Bouillon den Vereinen ein funktionstüchtiges Raumangebot präsentieren. Im Kellergeschoss baute man die Heizzentrale auf den erforderlichen Wärmebedarf zurück. Im Erdgeschoss fasste man zwei Klassensäle im neuen Teil des Schultrakts durch Abriss der Zwischenwand zu einem großen gemeinsamen Proberaum für Musik- und Gesangverein mit einer Nutzfläche von 116 Quadratmeter zusammen. Eine Teilfläche mit etwa 30 Quadratmeter Nutzfläche erhält der Männerchor als Aufenthalts- und Notenraum. Das am Flurende liegende ehemalige Rektorzimmer (16 Quadratmeter) wurde dem großen Proberaum als Abstellraum für Musikinstrumente zugeordnet. Die beiden Klassensäle im älteren Teil des Schultrakts mit einer Fläche von 109 Quadratmeter wurden zu einer WC-Anlage und zum Aufenthalts- und Notenraum für den Musikverein umgebaut. Im Obergeschoss stehen zwei Klassensäle mit jeweils rund 58 Quadratmeter und ein Lehrmittelraum mit 16 Quadratmeter Fläche für DRK und Theaterverein zur Verfügung. red

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