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Vom lieben Gott bis zu den Nachbarn

Vom lieben Gott bis zu den Nachbarn

Pointenreiche Vorträge oder schwungvolle Tänze: Die Kappensitzungen in der Region bieten von beidem reichlich. Dieses Mal waren die Narren in Haupersweiler, St. Wendel und Nohfelden mit ihren Shows am Start. Vier kesse "Frauen" in Glitzerkleidung wirbeln über die Bühne im Vereinshaus Haupersweiler. Kurze Röcke geben den Blick auf stark behaarte Beine frei. Hier ein Klaps auf den Po, da ein flotter Hüpfschwung. Mehr als 100 Besucher der Kappensitzung "IG Pro Faasenacht" gröhlen und applaudieren begeistert. "Männer in Frauenkleidern sind einfach ein Renner", schwärmt die Vorsitzende der IG Pro Faasenacht, Daniela Daubenfeld. Seit mehr als zehn Jahren investiert die IG viel Zeit und Kreativität, um das Programm der Kappensitzung vorzubereiten. Besonderheit sind neben den Tänzen vom Gemischten Ballett und Männerballett die Büttenreden. "Wir beziehen einerseits viele Sketche auf Personen oder Ereignisse im Ort, andererseits aber auch auf Allgemeines, damit sich nicht nur Ortsansässige sondern auch Fremde hier wohlfühlen." Es gebe auch Besucher, die eine weitere Reise hinter sich haben. Wie Angela Butterwegge aus Herfurth bei Bielefeld. "Hier ist es super. Die Stimmung ist toll, und ich bin richtig mitgegangen", lobt sie. Sie warte schon gespannt auf die Büttenreden, da auch ihr Sohn Thomas Schulte mitmache. Dieser nimmt in seinem Vortrag Luzifer auf die Schippe, der sich als homosexuell outet. Kreativ sind auch die Themen der anderen Redner. Lothar Daubenfeld spielt einen Rentner, Claudia Weisgerber einen Piloten. Während Denise und Daniela Daubenfeld über Massagepraxen witzeln, heißt Stefan Maldener europäische Nachbarn willkommen. Auch der Geschlechterkampf wird aufs Korn genommen. Bei Anika Langendörfer und Tobias Simon geht's um Eheberatung , während Claudia Weisgerber und Eric Scheer das Zusammenleben von Mann und Frau parodieren. Jannick Wilhelm klärt als "Willi" über deutsche Schlager auf, und Arno Braun und Eric Scheer sind "Die Camper 7". Das Thema Schule steht ebenso auf dem Programm. Schülerin Hanna diskutiert mit ihrem Vater Arno Braun über Hausaufgaben. Französisch ist dabei ein Problem. "Papa, was heißt eigentlich ‚C'est tout", fragt die Elfjährige. "Das ist eine Tuut. Nylontuut oder Stofftuut", kontert er und sorgt für Lacher beim Publikum. Hanna schaut in ihrem Buch nach und ruft genervt: "Quatsch Papa, das heißt 'Das ist alles'". "Na sag ich doch, eine Tuut für alles", erklärt der Vater fix, während die Besucher jubeln. Auch im echten Leben sind Hanna und Arno Braun Tochter und Vater. "Bei uns ist es sehr familiär" , beschreibt Daniela Daubenfeld. Ihre Schwester und Schwägerin sowie ihr Mann und Schwiegervater seien beispielsweise ebenfalls Mitglieder. "Aber genau dieses Familiäre macht unsere Kappensitzungen immer besonders. Man kennt sich untereinander und fühlt sich direkt wohl", fasst die Vorsitzende zusammen.Die Sitzungspräsidentin Ann-Katrin Stemmler im Frack mit Zylinder - das vermittelte von Beginn an Variete- oder Zirkusstimmung in der Nohfelder Turnhalle. Und der erste Eindruck sollte nicht trügen, denn es ging ordentlich rund während der Kappensitzung der Nohfelder Fastnachtsfreunde. Dafür sorgten glänzend aufgelegte Akteure, bei denen es sich - bis auf wenige Ausnahmen - um örtliche Eigengewächse handelte. Eine dieser Ausnahmen bildete die Garde des CCW 19Uhr71 aus Wolfersweiler, der es vorbehalten blieb, für eine schwungvolle Eröffnung des Bühnenprogramms zu sorgen. Aber immerhin werden die Tänzerinnen trainiert von Eileen Weydmann, einer Nohfelderin. Womit sich allerdings das örtliche tänzerische Potenzial längstens nicht erschöpfte, denn es folgten mit den Zwillingsschwestern Lena und Marie Müller zwei Funkenmariechen, die ihre Darbietung selbst einstudiert hatten. Sascha Porcher, der als erster Akteur in die Bütt stieg, hatte "Gott und die Welt" im Allgemeinen und die "lieben" Nachbarn aus Wolfsweiler im Besonderen zum Thema. Die legen wohl zuweilen ein auffälliges Verhalten an den Tag, denn Porcher wusste von einem Vertreter zu berichten, dem es nicht nur gelang, in Wolfersweiler zwei Kuckucksuhren an den Mann zu bringen, sondern gleich auch noch zwei Sack Vogelfutter dazu. Wenn das mal kein Erfolg ist. An die Erfolge des schwedischen Pop-Quartetts Abba erinnerten Eileen Weydmann als Sängerin, tänzerisch begleitet von Robin Petry und Jana Jank. Da blieb Ann-Katrin Stemmler nur noch zu sagen: "Sänk ju for se Mjuusigg...", ehe auch der nächste Aktive an alte Zeiten erinnerte: Werner Märker als "Der Frührentner ". Was bleibt einem, wenn in der neu gewonnen Freizeit erste Kochversuche daneben gehen? Klar: "...und dann die Suppe unter ständigem Rühren in den Abfluss!" Einen sauberen Tanz zeigten die "Putzfrauen" samt Choreografie mit Schrubber, Putz- und Mülleimern, die am Ende noch ihren überraschenden Inhalt offenbarten - zwei fesche Rock-Ladies, die den kittelgeschürzten Raumpflegerinnen musikalisch Beine machten. Ein bisschen Etikettenschwindel war dabei, als der "Tanz der alten Garde" angesagt wurde, denn tatsächlich handelte es sich um eine generationenübergreifende Gruppe, in deren Reihen ganze Familien in Gardekostümen mitschwingen. Und Choreografin Eileen Weydmann ist eine der jüngsten der Truppe. Den neuesten Klatsch und Tratsch gab es von Alexander Schmitt und Mario Weber beim Verlesen der "NFF-News", die bei der Nohfelder Fasnacht einen ähnlich festen Platz behaupten wie die Tagesschau in der ARD . Mit dem Unterschied, dass Alexander Schmitt gerade die Neuigkeiten aufbereitete, die nicht im Fernsehen auftauchen. Eine ähnliche örtliche Themenauswahl hatten die Mitwirkenden des Schattentanzes zu bieten. Ohne Worte präsentierten sie typische Situationen, wie sie sich so oder wenigstens annähernd so in Nohfelden abspielen. Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen weder rein zufällig und - zur Freude des Publikums - ganz sicher so gewollt. Der Wiedererkennungseffekt war enorm. Nicht wieder zu erkennen waren dagegen die Jungs vom Männerballett "Big Brothers", die ihre blauen und grünen Overalls mit ordentlich Nohfelder Wind aufgeblasen hatten, um ihre drollige Darbietung zu einem großen Heiterkeitserfolg werden zu lassen. Das Finale schließlich wurde von Werner Märkers Playback-Auftritt als Heino eingeleitet - wohl mit Rücksicht auf die Stimmung - im Repertoire beschränkt auf dessen alte Hits, als der Enzian noch blau blühte. Dann ging es im Karacho dem Ende entgegen mit dem Männerballett vom Voxx-Club. Wobei der Begriff "Männerballett" nicht zu eng zu fassen wäre, denn erst mischten sich Damen unter die Truppe und final tanzte der ganze Saal. Karten für die zweite Kappensitzung am Samstag, 6. Februar, sind erhältlich bei Edith's Friseurstübchen, Buchwaldstraße 31 Ist das jammerschade. Ein kompletter Stadtteil von St. Wendel hat sich übers Wochenende aufgelöst und existiert nicht mehr. "Alsfasse hebt ins Weltall ab" gibt die katholische Frauengemeinschaft St. Anna (KFD) während zwei ausverkaufter Fastnachtsveranstaltungen im Kulturzentrum bekannt. Ihre finale irdische Show wird den Besuchern in bester Erinnerung bleiben, weil die Darstellerinnen viel Blödsinn zu berichten hatten. So wie Anne Klein. "Ich dünge mein Nachtschattengewächs mit Phosphor, damit die Pflanzen im Dunklen leuchten", sagte sie zur Gartenfreundin Monika Egler. Geschickt blockt Martina Keller die Telefonwerbung von Sandra Born ab. Evi Färber mimt in einer Doppelrolle Lisbeth und deren Ehemann Karl. Die tanzenden Alpha Ladys ist es beim "Thriller" nicht geheuer, und so holen sie sich Verstärkung. Mit den "Men in Black" (Sandra Born, Anne Geiger) fühlen sie sich sicherer. Ruckzuck fliegen die schwarzen Klamotten weg, und die Showgruppe zeigt eine himmlisch ulkige Persiflage der Comedian-Harmonists-Nummer "Der kleine grüne Kaktus". Der Versuch, mit göttlichem Auftrag in Alsfassen die Arche Noah zu bauen, wird für Rita Scheib und Anna Schäfer zum Albtraum und endet im finanziellen Desaster. Selbst der Allmächtige sieht ein, dass die deutsche Bürokratie einem mehr als nur den letzten Nerv raubt. Die Kommunikationsprobleme zwischen der computeraffinen Seniorin Christina Schönecker und ihrer Freundin Lisbeth sind nicht mehr zu kitten. "Lisbeth guckt nur noch aus dem Fenster, sie hat noch das alte Windowsprogramm", führt sie als Grund an. Drei alte Schachteln tratschen, was das Zeug hält, und Christel Keller und Anne Geiger sketchen über den Alltag in einem Reisebüro. Verkehrsexperte Winfried Eckstein hat im Sommer einen Rollatorkurs mit Führerscheinerwerb und Sicherheitscheck der Stützgeräte erstmalig landesweit durchgeführt. Das hat er nun davon. Unter anderem fährt seine Frau Monika zu den Klängen des Songs "Theo, wir fahren nach Lodz" mit der mobilen Gehhilfe auf der Bühne rum. In Zeiten des demografischen Wandels wird der Rollatortanz künftig in den Tanztempeln Einzug halten. Und erneut stammen die Pioniere aus Alsfassen. Die Männersuche ist der Grund, weshalb sich die letzte deutschsprachige Putzfrau vor der Autobahn (Marianne Riotte-Brill) hat für ein Jahr beurlauben lassen: "Ich war oft verlobt." Die Verlobungsringe habe sie zur Herstellung von Schneeketten zur Verfügung gestellt. Kein Wunder, dass Migräne ihr deswegen schwer zusetzt. "Als Migränebrille musste ich einen Wonderbra für Zwölfjährige tragen", klagt die Putzfrau. Nach einem Tänzchen, dem Auftritt von Waltraud und Mariechen (Christina Schönecker, Evi Färber) versammeln sich alle Darstellerinnen auf der Bühne und verabschieden sich ins Weltall .

Pointenreiche Vorträge oder schwungvolle Tänze: Die Kappensitzungen in der Region bieten von beidem reichlich. Dieses Mal waren die Narren in Haupersweiler, St. Wendel und Nohfelden mit ihren Shows am Start. Vier kesse "Frauen" in Glitzerkleidung wirbeln über die Bühne im Vereinshaus Haupersweiler. Kurze Röcke geben den Blick auf stark behaarte Beine frei. Hier ein Klaps auf den Po, da ein flotter Hüpfschwung. Mehr als 100 Besucher der Kappensitzung "IG Pro Faasenacht" gröhlen und applaudieren begeistert. "Männer in Frauenkleidern sind einfach ein Renner", schwärmt die Vorsitzende der IG Pro Faasenacht, Daniela Daubenfeld.

Seit mehr als zehn Jahren investiert die IG viel Zeit und Kreativität, um das Programm der Kappensitzung vorzubereiten. Besonderheit sind neben den Tänzen vom Gemischten Ballett und Männerballett die Büttenreden. "Wir beziehen einerseits viele Sketche auf Personen oder Ereignisse im Ort, andererseits aber auch auf Allgemeines, damit sich nicht nur Ortsansässige sondern auch Fremde hier wohlfühlen." Es gebe auch Besucher, die eine weitere Reise hinter sich haben. Wie Angela Butterwegge aus Herfurth bei Bielefeld. "Hier ist es super. Die Stimmung ist toll, und ich bin richtig mitgegangen", lobt sie. Sie warte schon gespannt auf die Büttenreden, da auch ihr Sohn Thomas Schulte mitmache. Dieser nimmt in seinem Vortrag Luzifer auf die Schippe, der sich als homosexuell outet.

Kreativ sind auch die Themen der anderen Redner. Lothar Daubenfeld spielt einen Rentner, Claudia Weisgerber einen Piloten. Während Denise und Daniela Daubenfeld über Massagepraxen witzeln, heißt Stefan Maldener europäische Nachbarn willkommen. Auch der Geschlechterkampf wird aufs Korn genommen. Bei Anika Langendörfer und Tobias Simon geht's um Eheberatung , während Claudia Weisgerber und Eric Scheer das Zusammenleben von Mann und Frau parodieren. Jannick Wilhelm klärt als "Willi" über deutsche Schlager auf, und Arno Braun und Eric Scheer sind "Die Camper 7".

Das Thema Schule steht ebenso auf dem Programm. Schülerin Hanna diskutiert mit ihrem Vater Arno Braun über Hausaufgaben. Französisch ist dabei ein Problem. "Papa, was heißt eigentlich ‚C'est tout", fragt die Elfjährige. "Das ist eine Tuut. Nylontuut oder Stofftuut", kontert er und sorgt für Lacher beim Publikum. Hanna schaut in ihrem Buch nach und ruft genervt: "Quatsch Papa, das heißt 'Das ist alles'". "Na sag ich doch, eine Tuut für alles", erklärt der Vater fix, während die Besucher jubeln. Auch im echten Leben sind Hanna und Arno Braun Tochter und Vater.

"Bei uns ist es sehr familiär" , beschreibt Daniela Daubenfeld. Ihre Schwester und Schwägerin sowie ihr Mann und Schwiegervater seien beispielsweise ebenfalls Mitglieder. "Aber genau dieses Familiäre macht unsere Kappensitzungen immer besonders. Man kennt sich untereinander und fühlt sich direkt wohl", fasst die Vorsitzende zusammen.Die Sitzungspräsidentin Ann-Katrin Stemmler im Frack mit Zylinder - das vermittelte von Beginn an Variete- oder Zirkusstimmung in der Nohfelder Turnhalle. Und der erste Eindruck sollte nicht trügen, denn es ging ordentlich rund während der Kappensitzung der Nohfelder Fastnachtsfreunde. Dafür sorgten glänzend aufgelegte Akteure, bei denen es sich - bis auf wenige Ausnahmen - um örtliche Eigengewächse handelte.

Eine dieser Ausnahmen bildete die Garde des CCW 19Uhr71 aus Wolfersweiler, der es vorbehalten blieb, für eine schwungvolle Eröffnung des Bühnenprogramms zu sorgen. Aber immerhin werden die Tänzerinnen trainiert von Eileen Weydmann, einer Nohfelderin. Womit sich allerdings das örtliche tänzerische Potenzial längstens nicht erschöpfte, denn es folgten mit den Zwillingsschwestern Lena und Marie Müller zwei Funkenmariechen, die ihre Darbietung selbst einstudiert hatten.

Sascha Porcher, der als erster Akteur in die Bütt stieg, hatte "Gott und die Welt" im Allgemeinen und die "lieben" Nachbarn aus Wolfsweiler im Besonderen zum Thema. Die legen wohl zuweilen ein auffälliges Verhalten an den Tag, denn Porcher wusste von einem Vertreter zu berichten, dem es nicht nur gelang, in Wolfersweiler zwei Kuckucksuhren an den Mann zu bringen, sondern gleich auch noch zwei Sack Vogelfutter dazu. Wenn das mal kein Erfolg ist. An die Erfolge des schwedischen Pop-Quartetts Abba erinnerten Eileen Weydmann als Sängerin, tänzerisch begleitet von Robin Petry und Jana Jank. Da blieb Ann-Katrin Stemmler nur noch zu sagen: "Sänk ju for se Mjuusigg...", ehe auch der nächste Aktive an alte Zeiten erinnerte: Werner Märker als "Der Frührentner ". Was bleibt einem, wenn in der neu gewonnen Freizeit erste Kochversuche daneben gehen? Klar: "...und dann die Suppe unter ständigem Rühren in den Abfluss!"

Einen sauberen Tanz zeigten die "Putzfrauen" samt Choreografie mit Schrubber, Putz- und Mülleimern, die am Ende noch ihren überraschenden Inhalt offenbarten - zwei fesche Rock-Ladies, die den kittelgeschürzten Raumpflegerinnen musikalisch Beine machten. Ein bisschen Etikettenschwindel war dabei, als der "Tanz der alten Garde" angesagt wurde, denn tatsächlich handelte es sich um eine generationenübergreifende Gruppe, in deren Reihen ganze Familien in Gardekostümen mitschwingen. Und Choreografin Eileen Weydmann ist eine der jüngsten der Truppe. Den neuesten Klatsch und Tratsch gab es von Alexander Schmitt und Mario Weber beim Verlesen der "NFF-News", die bei der Nohfelder Fasnacht einen ähnlich festen Platz behaupten wie die Tagesschau in der ARD . Mit dem Unterschied, dass Alexander Schmitt gerade die Neuigkeiten aufbereitete, die nicht im Fernsehen auftauchen.

Eine ähnliche örtliche Themenauswahl hatten die Mitwirkenden des Schattentanzes zu bieten. Ohne Worte präsentierten sie typische Situationen, wie sie sich so oder wenigstens annähernd so in Nohfelden abspielen. Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen weder rein zufällig und - zur Freude des Publikums - ganz sicher so gewollt. Der Wiedererkennungseffekt war enorm.

Nicht wieder zu erkennen waren dagegen die Jungs vom Männerballett "Big Brothers", die ihre blauen und grünen Overalls mit ordentlich Nohfelder Wind aufgeblasen hatten, um ihre drollige Darbietung zu einem großen Heiterkeitserfolg werden zu lassen.

Das Finale schließlich wurde von Werner Märkers Playback-Auftritt als Heino eingeleitet - wohl mit Rücksicht auf die Stimmung - im Repertoire beschränkt auf dessen alte Hits, als der Enzian noch blau blühte. Dann ging es im Karacho dem Ende entgegen mit dem Männerballett vom Voxx-Club. Wobei der Begriff "Männerballett" nicht zu eng zu fassen wäre, denn erst mischten sich Damen unter die Truppe und final tanzte der ganze Saal.

Karten für die zweite Kappensitzung am Samstag, 6. Februar, sind erhältlich bei Edith's Friseurstübchen, Buchwaldstraße 31

Ist das jammerschade. Ein kompletter Stadtteil von St. Wendel hat sich übers Wochenende aufgelöst und existiert nicht mehr. "Alsfasse hebt ins Weltall ab" gibt die katholische Frauengemeinschaft St. Anna (KFD) während zwei ausverkaufter Fastnachtsveranstaltungen im Kulturzentrum bekannt. Ihre finale irdische Show wird den Besuchern in bester Erinnerung bleiben, weil die Darstellerinnen viel Blödsinn zu berichten hatten. So wie Anne Klein. "Ich dünge mein Nachtschattengewächs mit Phosphor, damit die Pflanzen im Dunklen leuchten", sagte sie zur Gartenfreundin Monika Egler.

Geschickt blockt Martina Keller die Telefonwerbung von Sandra Born ab. Evi Färber mimt in einer Doppelrolle Lisbeth und deren Ehemann Karl. Die tanzenden Alpha Ladys ist es beim "Thriller" nicht geheuer, und so holen sie sich Verstärkung. Mit den "Men in Black" (Sandra Born, Anne Geiger) fühlen sie sich sicherer. Ruckzuck fliegen die schwarzen Klamotten weg, und die Showgruppe zeigt eine himmlisch ulkige Persiflage der Comedian-Harmonists-Nummer "Der kleine grüne Kaktus". Der Versuch, mit göttlichem Auftrag in Alsfassen die Arche Noah zu bauen, wird für Rita Scheib und Anna Schäfer zum Albtraum und endet im finanziellen Desaster. Selbst der Allmächtige sieht ein, dass die deutsche Bürokratie einem mehr als nur den letzten Nerv raubt. Die Kommunikationsprobleme zwischen der computeraffinen Seniorin Christina Schönecker und ihrer Freundin Lisbeth sind nicht mehr zu kitten. "Lisbeth guckt nur noch aus dem Fenster, sie hat noch das alte Windowsprogramm", führt sie als Grund an. Drei alte Schachteln tratschen, was das Zeug hält, und Christel Keller und Anne Geiger sketchen über den Alltag in einem Reisebüro. Verkehrsexperte Winfried Eckstein hat im Sommer einen Rollatorkurs mit Führerscheinerwerb und Sicherheitscheck der Stützgeräte erstmalig landesweit durchgeführt. Das hat er nun davon. Unter anderem fährt seine Frau Monika zu den Klängen des Songs "Theo, wir fahren nach Lodz" mit der mobilen Gehhilfe auf der Bühne rum. In Zeiten des demografischen Wandels wird der Rollatortanz künftig in den Tanztempeln Einzug halten. Und erneut stammen die Pioniere aus Alsfassen.

Die Männersuche ist der Grund, weshalb sich die letzte deutschsprachige Putzfrau vor der Autobahn (Marianne Riotte-Brill) hat für ein Jahr beurlauben lassen: "Ich war oft verlobt." Die Verlobungsringe habe sie zur Herstellung von Schneeketten zur Verfügung gestellt. Kein Wunder, dass Migräne ihr deswegen schwer zusetzt. "Als Migränebrille musste ich einen Wonderbra für Zwölfjährige tragen", klagt die Putzfrau. Nach einem Tänzchen, dem Auftritt von Waltraud und Mariechen (Christina Schönecker, Evi Färber) versammeln sich alle Darstellerinnen auf der Bühne und verabschieden sich ins Weltall .

Zum Thema:

Auf einen BlickAkteure: Büttenreden: Lothar Daubenfeld, Claudia Weisgerber, Denise Daubenfeld, Daniela Daubenfeld, Stefan Maldener, Hanna Braun, Arno Braun, Jannick Wilhelm, Anika Langendörfer, Tobias Simon, Eric Scheer, Thomas Schulte. Tänze: Gemischtes Ballett mit Melanie Rahn, Anika Langendörfer, Denise Schulte, Daniela Daubenfeld, Stefan Scheer, Jens Scheer, Andreas Reisdorf, Sebastian Fink; Männerballett mit Stefan Scheer, Tobias Simon, Jens Scheer, Jannick Wilhelm, Sebastian Fink und Andreas Reisdorf. evr

Zum Thema:

Auf einen Blick Mitwirkende: Sitzungspräsidentin: Ann-Katrin Stemmler; Garde Wolfersweiler: Clara Alles, Greta Allas, Leonie Brenner, Nora Büsgen, Mandy Glitza, Jana Haypeter, Alisha Klee, Isabell Kohl, Lena Malischke, Candi Roberts, Lara Scheid, Lisa Stemann, Trainerin: Eileen Weydmann; Funkenmariechen: Lena und Marie Müller; Büttenrede "Gott und die Welt": Sascha Porcher; Live-Gesang "ABBA-Medley": Eileen Weydmann (Sängerin), Jana Jank und Robin Petry (Tänzer) einstudiert von Eileen Weydmann; Büttenrede: "Der Frührentner ": Werner Märker; Putzfrauentanz: Margit Gräfe, Edith Hartmann, Manuela Märker, Gudrun Schmeier, Ilka Schweig, Gabi Schwinn, Jana Schwinn, Sophie Schwinn; Gardetanz der "Alten Garde" - gemischte Tanzgruppe: Edith Hartmann, Robin Petry, Jessica Porcher, Janis Porcher, Sascha Porcher, Reinhard Stemmler, Eileen Weydmann, Mike Weydmann, Pamela Weydmann, Stefanie Weydmann, einstudiert von Eileen Weydmann; ,"NFF-News": Alexander Schmitt und Mario Weber; Schattentanz: Annika Müller, Lisa Müller, Jana Schwinn, Sophie Schwinn, Martina Müller, Gabi Schwinn; Männerballett "Big Brothers": Leon Bermes, Leon Diehl, Niko Doll, Daniel Schmitt, einstudiert von Katrin Müller; Playback "Heino ": Werner Märker; Männerballett "VOXX-Club": Winfried Müller, Philipp Schley. Reinhard Stemmler, Mario Weber, Mike Weydmann, einstudiert von Lena Müller; Ordensverleihung: "Volker mit dem Silberkoffer": Volker Presser; Musikbegleitung: Närrische Hofkapelle des Musikverein Nohfelden - Jörg Vogt, Jörg Schumacher, Melanie und Dennis Jank, Peter Schweig, Tobias Jungblut, Katrin Strack, Leitung: Oliver Strack. be

 Zum Finale schwang sich das Männerballett Voxx-Club mit charmanter weiblicher Unterstützung auf die Nohfelder Bühne. Foto: Heino Bernhardt
Zum Finale schwang sich das Männerballett Voxx-Club mit charmanter weiblicher Unterstützung auf die Nohfelder Bühne. Foto: Heino Bernhardt Foto: Heino Bernhardt
 Evi Färber mimt in Alsfassen in einer Doppelrolle Lisbeth und deren Ehemann Karl Foto: Faber
Evi Färber mimt in Alsfassen in einer Doppelrolle Lisbeth und deren Ehemann Karl Foto: Faber Foto: Faber

Zum Thema:

AUF EINEN BLICK Die Mitwirkenden: Gesamtleitung: Edda Klein, Moderation: Evi Färber, Darstellerinnen: Sandra Born, Monika Eckstein, Monika Egler, Evi Färber, Anne Geiger, Christel Keller, Martina Keller, Marion Keller, Renate Keßler, Anne Klein, Katharina Ludwig, Marita Müller-Eckrich, Marianne Riotte-Brill, Anna Schäfer, Rita Scheib, Christina Schönecker, Elfi Spengler, Birgit Zender, Choreografie: Anne Klein, Sandra Born, Marion Keller, Bühnenbild: Klaus Keller, Christel Keller, Rita Scheib, Musik: Peter Skorupka. frf