Vortrag: Vom Leben der indigenen Guaranies in Argentinien

Vortrag : Vom Leben der indigenen Guaranies in Argentinien

Die Saarbrücker Lehrerin Hiltrud Hartmann stellt am kommenden Mittwoch ihr Entwicklungshilfeprojekt vor.

() Aus dem Eventraum der St. Wendeler Globus-Cafeteria nach Argentinien zu den Guaranies will Hiltrud Hartmann am Mittwoch, 25. April, ihre Zuhörer mitnehmen. Hiltrud Hartmann lebte und arbeitete sechs Jahre in Argentinien, wo sie im Norden des Landes das Volk der Guaranies und ihre Lebenssituation kennenlernte. 1985 begann sie mit einem Entwicklungshilfeprojekt, um den Guaraní-Kindern und -Jugendlichen eine Zukunftschance zu geben. Die Lehrerin aus Saarbrücken sah und berichtet von der unermesslichen Not dieser Menschen, denen man durch Raubbau den Wald, ihren Lebensraum und damit ihre Kultur genommen habe, so Hartmann.

Guaranies sind ursprünglich Jäger und Sammler. Sie besitzen kein  Land, viele erst seit Kurzem Personaldokumente. Für Kinder gab es lange Jahre keine Schul- und Ausbildungsmöglichkeiten. Medizinisch seien sie nach wie vor unterversorgt, viele unter- oder mangelernährt. „Die katastrophalen hygienischen Verhältnisse in den Einraum– Bambushütten übersteigen unsere Vorstellungskraft“, berichtet Hartmann.

Guaranies ernähren sich laut Hartmann hauptsächlich von Mais und Maniok, größere Anbauflächen gibt es nicht, „denn ihnen gehört das Land nicht, auf dem sie nur geduldet sind“. Ohne Wald gebe es aber auch keine Jagdtiere. Da sie hilflos und ohne Perspektive seien, keine Unterstützung zur Umorientierung vom Staat erhielten, seien sie vom Aussterben bedroht. „In Argentinien interessiert das die wenigsten Einwohner“, sagt Hartmann.

Wie ihr Entschluss fiel, diesen Menschen zu helfen und wie sich deren Situation allmählich verbessert, berichtet Hartmann während des Vortags in der Globus-Cafeteria mittels PowerPoint-Präsentation am 25. April ab 18 Uhr.

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