Vortrag: Vom Leben als Haushälterin bei Karl Marx

Vortrag : Vom Leben als Haushälterin bei Karl Marx

Lehnchen Demuth aus St. Wendel arbeitete im Haushalt des berühmten Philosophen – ein Vortrag befasst sich heute mit ihrem Leben.

„Lenchen Demuth – aus dem Leben der Haushälterin von Karl Marx“ heißt der Vortrag, den Roland Geiger am Montag, 30. Juli, um 19 Uhr im Pfarrgarten der katholischen Pfarrei St. Wendelin in St. Wendel hält.

„Er handelt von Helena Demuth, einer Tochter unserer Stadt, deren Vater früh starb und ihre Mutter mit fünf minderjährigen Kindern allein und mittellos zurückließ“, sagt Geiger. Das Mädchen wuchs unter schwierigen sozialen Verhältnissen auf und ging nach der Schule als Dienstmädchen nach Trier. Mit 25 Jahren schloss sie sich der Familie von Karl Marx als Haushälterin an und begleitete sie nach London ins Exil. Als Marx 1883 starb, führte sie Friedrich Engels den Haushalt, bis sie 1890 in London starb.

„Die Idee, sich näher mit einigen bis dato seltsam anmutenden Fakten im Leben von Helena Demuth zu beschäftigen, entstand während der Dreharbeiten zu Klaus Gietingers Film“, erzählt Geiger weiter. Aus der Idee und den zahlreichen Recherchen entstand ein Buch, das 240 Seiten umfasst und das es nun auch zu kaufen gibt (Paperback-Ausgabe, vollfarbig, 19,99 Euro, gegebenenfalls plus Versand 1,45 Euro bei Roland Geiger).

„Den Vortrag werde ich ohne Bilder zu zeigen halten, weil das auf der Wiese vorm Pfarrhaus nicht möglich ist“, sagt Geiger.

 Der Vortrag mit Bildern ist am Dienstagabend, 31. Juli, um 17.30 Uhr im Lesessal des Landesarchivs in Saarbrücken-Scheidt beim Monatstreffen der Arbeitsgemeinschaft für Saarländische Familienforschung (ASF) zu sehen. Zu beiden Vorträgen ist der Eintritt frei.

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