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Volleyballer aus Bliesen wollen Heimspiel-Folge zur Punktejagd nutzen

Volleyball : Bliesens Volleyballer haben einen verwegenen Plan

Aus den nächsten fünf Heimspielen will der Zweitligist mindestens zehn Punkt holen. Am vergangenen Samstag gab es mit dem 1:3 in Grafing zwar die achte Niederlage in Folge, dennoch hält Trainer Burkhard Disch den Plan für durchaus umsetzbar.

Der Negativlauf geht weiter: Die Volleyballer des TV Bliesen müssen auch nach dem achten Spiel weiter auf ihren ersten Sieg im neuen Jahr warten. Am Samstag verlor der Zweitliga-Aufsteiger beim Tabellenzweiten TSV Grafing (liegt bei München) mit 1:3. Damit bleibt das Team Tabellenvorletzter.

Und trotzdem gibt es von Trainer Burkhard Disch vor den nun anstehenden fünf Heimspielen in Folge eine Kampfansage: „Wenn ich das Team frage, wie viele Punkte sie aus diesen Begegnungen holen wollen, dann sagen sie, dass sie in der Heimspiel-Serie zweistellig punkten wollen“, berichtet der 50-Jährige.

Aber ist dieses Ziel angesichts der jüngsten Misserfolge und dem ausgedünnten Kader überhaupt realisierbar? Disch: „Wenn wir so spielen wie in Grafing, dann halte ich das für realistisch. Dort haben wir gegen einen starken Gegner eine sehr gute Leistung gezeigt.“

Das Vorhaben, mindestens zehn Punkte aus den fünf Heimspielen zu holen, scheint zwar ambitioniert – beim Blick auf die Gegner aber nicht ganz utopisch. Fünf der acht Niederlagen, die Bliesen zuletzt kassierte, gab es gegen Teams aus der vorderen Tabellenhälfte. In der „Heimspielserie“ hat es der Neuling nun immerhin mit drei Mannschaften zu tun, die genau wie Bliesen in der unteren Tabellenhälfte stehen.

Aber zunächst einmal zurück zur Partie in Grafing: Beim haushohen Favoriten, der einen Punkt, aber auch eine Partie weniger hat als Spitzenreiter SSC Karlsruhe, schien zunächst alles seinen gewohnten Lauf zu nehmen. Die Bayern gewannen den ersten Satz mit 25:20. „Da hatten wir eine zu hohe Fehlerquote im Angriff“, analysierte Disch. Doch das sollte sich ändern: Im zweiten Durchgang dominierte der Aufsteiger aus dem Saarland. „Da haben wir in allen Elementen einen perfekten Satz gespielt“, staunte Disch. Der ging dann auch mit 25:15 überraschend deutlich an Bliesen.

Angetrieben von Aaron Neumann, dem sein Trainer eine starke Partie attestierte, und von Zuspieler Máni Matthíasson, der später zum wertvollsten Spieler (MVP) gewählt wurde, gelang den Gästen eine gute Aktion nach der anderen. „Das ist auch etwas, das mir Hoffnung für die kommenden Spiele gibt“, erklärt der Übungsleiter.

Doch so ging es zunächst nicht weiter: Im dritten Satz lag Bliesen zunächst deutlich mit 14:21 zurück, kam dann aber auf 19:21 heran. „Da war Grafing schon ein wenig mit den Nerven am Ende“, urteilte Disch. Der Favorit wackelte, fiel dann aber nicht. „Leider konnten wir da das Momentum nicht nutzen und hatten in der Endphase ein paar ärgerliche Punktverluste“, bilanzierte der Trainer. So ging Satz drei mit 25:21 an die Gastgeber. Im vierten Durchgang ließ der Tabellenzweite nichts mehr anbrennen und gewann klar mit 25:16.

Auf Bliesener Seite feierte der Luxemburger Maurice van Landeghem sein Comeback nach mehrwöchiger Auszeit wegen der Vorbereitung auf sein Staatsexamen (wir berichteten). Der 25-Jährige musste zunächst auf der Bank Platz nehmen, bekam im Laufe der Begegnung aber seine Einsatzzeiten. „Maurice nach zwei Trainingseinheiten schon von Beginn an spielen zu lassen, wäre zu früh gewesen“, erklärte Disch zu dieser Personalie. „Als er reinkam, hat er aber gezeigt, dass er uns helfen kann.“

Die angesprochene Heimspielserie beginnt für Bliesen nun am Samstag um 19 Uhr im St. Wendeler Sportzentrum mit dem Duell gegen den Tabellenelften GSVE Delitzsch. In dieser Begegnung will der Aufsteiger unbedingt den ersten Sieg seit dem 5. Dezember (3:2 gegen den TuS Kriftel, ebenfalls zu Hause) eintüten.