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Volleyball: Isländischer Nationalspieler komplettiert Bliesener Zuspiel-Duo

Volleyball : Ein isländischer Nationalspieler für den TV Bliesen

Volleyball: Máni Matthíasson komplettiert das Zuspieler-Duo des Zweitliga-Aufsteigers.

Aus Reykjavik ins Saarland: Volleyball-Zweitligist TV Bliesen wird in der kommenden Saison mit dem isländischen Nationalspieler Máni Matthíasson ins Rennen gehen. Der 21-jährige Zuspieler soll gemeinsam mit dem erfahrenen Philipp Sigmund (27) die Fäden im Angriffsspiel ziehen. „Ich bin super aufgeregt“, gesteht der Blondschopf, der noch nie in Deutschland war. „Aber ich habe bisher nur Gutes darüber gehört“, sagt er lachend und ergänzt, dass er „vor allem auch die Sprache lernen möchte.“

„Mit Máni haben wir einen lernbereiten, taktisch und technisch gut ausgebildeten isländischen Nationalspieler gewinnen können, der schon zahlreiche internationale Spiele auf europäischem Niveau bestritten hat“, freut sich Bliesens neuer Cheftrainer Burkhard Disch. 2017 hatte Matthíasson mit seinem Verein die isländische Meisterschaft gewonnen.

Bereits vor zwei Jahren gab es Kontakt zwischen Bliesen und Matthíasson, den es dann aber zum BK Tromsö nach Norwegen verschlug. Als es nun erneut zum Austausch kam, war der 1,90 Meter große Zuspieler direkt begeistert – und folgte auch den Ideen von Bliesens Trainer Disch: „Máni hat sich einen erfahrenen Zuspieler an seiner Seite gewünscht, von dem er in seiner Entwicklung profitieren kann. Gemeinsam mit Philipp haben wir eine optimale Mischung – und wir freuen uns auf viele kreative Momente in der Schaltzentrale“, so der 49-jährige.

Der Isländer selbst verspricht sich nach zwei Jahren in Norwegen nun eine neue Herausforderung mit hoher Intensität. „Ich hoffe, dass wir eine ehrgeizige Atmosphäre im Training haben werden“, sagt er über seine Erwartungen beim TVB. Auf seine Zeit in Skandinavien wird er dabei positiv zurückblicken. „Es hat mir dort sehr gut gefallen und ich will eines Tages nochmal dort hin“, schildert er. Internationale Erfahrung sammelte er zudem mit dem Nationalteam, das unter anderem an den Kleinstaaten-Spielen oder auch Qualifikationsturnieren zu Europa- und Weltmeisterschaften teilnimmt.

Und wie würde er selbst seinen Spielstil charakterisieren? „Ich würde sagen: stabil und raffiniert“, sagt der Neuzugang grinsend. Während er neben dem Spielfeld auch mal zurückhaltend wirkt, lässt er auf dem Feld seine Emotionen sprechen. „Ich spare mir das für Volleyball auf“, gibt er mit trockener Miene zu. Durch seine zwei Brüder, die ebenfalls Volleyball spielen, ist er es gewohnt, sich auch durchsetzen zu müssen. Und wenn der Ball ruht, beweist er beim Malen und Zeichnen ein hohes Maß an Kreativität – oder greift zum Videospiel.

Aber egal ob vor einem Monitor oder beim Volleyball – ein guter Verlierer zu sein, wird er noch üben müssen. „Ich kann mich schon ziemlich darüber ärgern“, gibt er selbstkritisch zu. Ein guter Trost könnte dann sein Lieblingsgericht „Grjónagrautur“ sein – ein isländischer Reis-Pudding, der mit Rosinen und Zimt serviert wird. Den wird er vermutlich dann auch mal seinen Mitspielern zubereiten müssen. „Da werde ich dann genug für alle machen“, sagt er und lacht.