Voller Einsatz für Dörrenbach

Seit 1973 ist der Dörrenbacher Heimatbund an vielen Fronten aktiv, wenn es um die Erforschung der Dorfgeschichte, der Pflege des Ortes oder des Sports geht. Hinzu kommt ein Heimatmuseum, das ein Vereinsmitglied betreut. Ein Wermutstropfen: Der Nachwuchs fehlt.

Ende einer Ära oder Weichenstellung: 41 Jahre hatte Reimund Benoist das Amt des Vorsitzenden des 1973 gegründeten Dörrenbacher Heimatbundes inne. 2015 der Stabswechsel: Rainer Hopf, Vize-Vereinschef, übernahm das Amt. Während Benoist auf seine Position rückte. "Somit doch kein richtiges Ende einer Ära, eher eine Weichenstellung für die Zukunft. Schließlich haben wir Benoist vieles zu verdanken und er bleibt uns ja noch erhalten", sagt Hopf.

Rückblick: Als sich Ende Dezember 1973 die 19 Gründungsmitglieder in einem Dörrenbacher Gasthaus trafen, hatten sie sich einiges vorgenommen: Zur Pflege und zum Erhalt der Natur- und Baudenkmäler wollten sie beitragen, zur Verschönerung des Ortes, eine Ortschronik sollte erstellt werden, eine Sammlung heimatkundlicher Materialien gestartet, ein Heimatmuseum und eine naturkundliche Anlage eingerichtet werden. Selbst der Sport ist in der Satzung verankert. Vieles wurde umgesetzt. "1989 haben wir die Natur- und Freizeitanlange Reihersrech mit zwei Tennisplätzen, zwei Bogenschießbahnen, Kräuter- und Baumgarten, Sträucherhecke sowie einer Hütte eröffnet", gibt Hopf an. Bereits 1979 bildete sich im Verein eine Schützengilde, zehn Jahre später eine Tennisgilde, 1996 schließlich eine Jugendgilde. Alle drei Gilden mussten allerdings 2012 aufgelöst werden. Trotz der mehr als 100 Mitglieder fehlt der Nachwuchs. Noch aktiv sind die beiden Vereinsausschüsse zur Ortschronik sowie zum Heimatmuseum. Zahlreiche Publikationen hat der Dörrenbacher Heimatbund bereits auf den Markt gebracht. Hinzu kommt noch das Museum, für das der Verein zuständig ist. Hopf: "Im Museum bekommt man einen Eindruck, wie das bäuerliche Leben einst war." Zudem gibt es Informationen zum Kohle- und Kalkbergbau, der lange Zeit die Menschen mehr schlecht als recht ernährte, ebenso zum Westwall - der zwischen 1936 und 1940 gebauten Verteidigungsanlage - sowie zum Reichsarbeitsdienstlager Dörrenbach . Außerdem ist die Ostertalbahn Thema, die einst die Arbeiter aus dem Ostertal zu den Gruben und Hütten brachte. Schließlich geben präparierte Tiere einen Eindruck der heimischen Fauna. Das Museum betreut weiterhin Reimund Benoist.

Zum Thema:

Hintergrund Der dritte Tag des St. Wendeler Landes am Sonntag, 30. Oktober, ab 11 Uhr in der Bosener Mühle am Bostalsee steht unter dem Motto "Persönlichkeiten aus dem St. Wendeler Land". Präsentationen, Vorträge und Darbietungen behandeln Personen, die für die Region von Bedeutung sind oder waren. Diskussionsrunden widmen sich den Heimatkundevereinen. Der Eintritt ist frei. red

Mehr von Saarbrücker Zeitung