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Verleihung des Jugendpreises des Landkreises St. Wendel

Jugendpreis : Mit Musik und Graffiti überzeugt

Nur vier Gruppen reichten ihre Bewerbungen für den Jugendpreis 2018 ein. Der Landrat hofft auf mehr Beteiligung.

Auf der grünen Wiese hat Landrat Udo Recktenwald (CDU) den vom Landkreis ausgelobten Jugendpreis 2018 verliehen. Die Auszeichnung ist seit 1990 ausgeschrieben und soll besondere und beispielhafte Leistungen der Jugendhilfe hervorheben und fördern. Im Jahr 2010 ist der Preis in die beiden Kategorien außerschulische und schulische Jugendhilfe unterteilt worden. Empfänger des Jugendpreises können alle im Landkreis tätigen Verbände, Gruppen und Initiativen der Jugend oder andere Träger der Jugendarbeit sowie Schüler, Schulklassen, Schularbeitsgemeinschaften und Schulen sein. Das Motto für das Jahr 2018 lautete: „Engagement vor Ort – mitmachen statt meckern“.

Lediglich vier Projekte wurden dazu beim Landkreis eingereicht. „Das geringe Interesse verwundert mich schon, wir hatten schon mehr als zehn Bewerbungen“, gestand Landrat Recktenwald. Denn gerade beim Motto „Engagement vor Ort – mitmachen statt meckern“ habe für die Jugendlichen die Möglichkeit bestanden, auf Dinge hinzuweisen und sie selbst in die Hand zu nehmen. So wie eine Gruppe der Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley. Deren Projekt „Jugendbeteiligung vor Ort“ wurde in der Bildungseinrichtung ausgeschrieben und in verschiedene Phasen gegliedert. „Alle Schüler waren zunächst aufgerufen, sich Gedanken über ihren Wohnort in der Gemeinde Tholey zu machen“, erläuterte Recktenwald. Und so seien positive wie negative Aspekte zu Papier gebracht worden. Die Schule erarbeitete dann das Projekt in Kooperation mit der Gemeinde, welches vom Deutschen Kinderhilfswerk gefördert wird. Ziel ist, ein langfristiges Jugendbeteiligungsformat zu entwickeln.

Weitere Preisträger sind die „Graffiti-Künstler“ der Dr.-Walter-Bruch-Schule, kaufmännischer Bereich, Klasse elf, gymnasiale Oberstufe. Gemeinsam mit der Kunstlehrerin Kerstin Könicke widmeten sich die Schüler künstlerisch der Sanierung und Gestaltung der Fassade des Schulgebäudes. Entsprechende Entwürfe im Maßstab 1:50 wurden dafür präsentiert. Die Schüler entschieden sich für einen Entwurf nach dem Künstler Roy Lichtenstein. Nachts wurde mit Overheadprojektoren die Wand angeleuchtet, um die Vorzeichnungen zu fertigen, die tagsüber von den Graffiti-Künstlern mit Farbe gefüllt wurden.

„Wenn man Musik macht, kann man nicht meckern“, leitete Recktenwald zum dritten Preisträger über. Und das ist die Messdienerband The Holy Tones aus Winterbach. Mit ihrer Rockandacht „Wovon sollen wir träumen“ schaffte es die Band, Gotteshäuser zu füllen und die Gläubigen verschiedener Generationen durch die passenden Impuls-Texte zum Nachdenken zu bewegen. Und auf ihrem Erfolg haben sich die 15 Musiker keineswegs ausgeruht. Am Samstag, 16. November, um 19 Uhr werden The Holy Tones in der Winterbacher Pfarrkirche Heilige Familie ihre neue Tour starten. „Guten Morgen Freiheit“ ist die zweite Rockandacht überschrieben. „Es ist wieder eine Mischung aus eigenen und fremden Songs sowie unterhaltsamen und nachdenklichen Impuls-Texten. Und die neue Rockandacht ist länger und intensiver als der Vorgänger“, verrät der musikalische Leiter, Florian Decker. Die drei Preisträger wurden jeweils mit 500 Euro belohnt.