Verbraucherzentrale gibt Tipps zum Hitzeschutz von Wohnungen

Energieberater : Energieberater geben sieben Tipps für kühlere Wohnräume

Es gibt einen neuen Hitzerekord: Um 14.20 Uhr wurden an der Station Bonn-Roleber in Nordrhein-Westfalen 40,6 Grad gemessen. Das sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Auch im Landkreis St. Wendel mussten die Menschen am Donnerstag ganz schön schwitzen.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale hat daher Tipps zum Hitzeschutz für Wohnräume zusammengestellt.

1. Richtiges Lüften: Lüften lohnt sich umso mehr, je kühler es draußen im Vergleich zur Innentemperatur ist. „Hier bietet sich die Verwendung eines Thermometers an, welches die Außen- und Innentemperatur misst, denn der subjektive Eindruck täuscht oft“, erklärt ein Sprecher der Verbraucherzentrale.

2. Rollläden, Außenjalousien und Co: Über Fenster dringt ein Großteil der Wärme in den Innenraum ein. Die Anbringung eines Sonnenschutzes ist deshalb besonders wichtig. Außen liegender Sonnenschutz ist deutlich wirksamer, da die Licht-Energie so gar nicht in den Raum hineinkommt. Automatisch gesteuerte Jalousien können für die Verschattung bei Abwesenheit sorgen.

3. Sonnenschutzfolien und Sonnenschutzverglasungen: Sie bieten ebenfalls einen wirksamen Hitzeschutz, verdunkeln allerdings dauerhaft, auch im Winter, die Räume. „Zur Not hilft ein weißes Tuch, das von außen vor das Fenster gehängt wird“, rät der Sprecher.

4. Klimageräte: Klimageräte verbrauchen viel Strom und verursachen damit erhöhte Kosten. Wer ein Klimagerät benutzen will, sollte ein Gerät mit einer möglichst hohen Energieeffizienzklasse wählen. Die Effizienzklasse ist Teil des Energielabels und steht gut lesbar auf jedem Gerät. Fest eingebaute Splitgeräte sind erheblich energieeffizienter als mobile Monoblockgeräte. Die beste Effizienzklasse ist A+++. Monoblockgeräte sind laut Energieberater in der Regel drei Klassen schlechter. Bei der Auswahl sollte auch auf den Geräuschpegel des Klimageräts geachtet werden. Verwendet man ein Klimagerät gilt: Fenster zu.

5. Ventilatoren: Vor der Anschaffung eines Klimageräts kann zunächst ein Ventilator ausprobiert werden. Er verbraucht erheblich weniger Strom und ist damit umweltfreundlicher und günstiger im Unterhalt. „Das Prinzip des Luftzugs kann man auch durch geöffnete Fenster erreichen“, sagt der Sprecher. Auch wenn es draußen ein paar Grad wärmer ist als innen, hat der Luftzug kühlende Wirkung und lässt die Hitze erträglicher sein. Bei Windstille funktioniert das nicht.

6. Dach- und Fassadenbegrünung: Bäume, Sträucher, Fassaden- und Dachbegrünung sorgen für eine natürliche Verschattung auf Wänden und Dächern und tragen dadurch zum Hitzeschutz bei.

7. Konventionelle Dämmung: Eine gute Dämmung des Dachs und der Außenwände hat einen dauerhaften positiven Einfluss auf ein angenehmes Wohnklima. Sie verhindert im Sommer, dass die Konstruktion durch Sonneneinstrahlung von außen erhitzt wird. Damit steht die Speichermasse komplett dem Innenraum zur Verfügung und dieser bleibt im Vergleich länger kühl.

„Die Energieberater der Verbraucherzentrale beraten Verbraucher individuell und vor allem unabhängig zu geeigneten Hitzeschutzmaßnahmen“, erläutert Reinhard Schneeweiß, Architekt und Energieberater der Verbraucherzentrale. Bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale erhalten Eigenheimbesitzer außerdem Informationen zu den Themen Haustechnik, Sanierung und Neubauplanung.

Weitere Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-saarland.de oder kostenfrei unter Tel. (08 00) 8 09 80 24 00. In St. Wendel finden die Beratungen in der Welvertstraße 2 im Besprechungsraum statt. Terminvereinbarung beim Umweltamt unter Tel (0 68 51) 8 09 19 22. In Tholey finden die Beratungen im Rathaus statt. Terminvereinbarung unter Tel. (0 68 53)  50 80