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Verabschiedung Jesuskind in Winterbach: „Es ist ein Licht für viele Menschen“

Verabschiedung Jesuskind in Winterbach : „Es ist ein Licht für viele Menschen“

Kinder der Kita in Winterbach haben das Jesuskind verabschiedet und sich zu diesem besonderen Anlass jede Menge einfallen lassen.

Mit einem Gottesdienst im Pfarrsaal haben die Kindergartenkinder aus Winterbach an Mariä Lichtmess das Jesuskind verabschiedet. In diesem Jahr musste die Jesus-Kind-Aktion der Pfarreiengemeinschaft St. Wendel wegen der Corona-Pandemie anders organisiert werden. Vom Pfarrhaus ging die Reise ins Kinderhaus der Stiftung Hospital, dann weiter in die Kitas Bliesen, Alsfassen, Niederlinxweiler bis nach Winterbach.

Und die Kinder aus der Einrichtung Heilige Familie hatten sich mit dem Projekt „Licht der Hoffnung“ intensiv auf den Besuch des Jesuskindes vorbereitet. „Einige Kinder hatten gerade aktuell ein Geschwisterchen bekommen und konnten so viele Ideen zur Umsetzung des Projektes einbringen“, berichtete Kita-Leiterin Patricia Rammacher. Die Kinder bastelten und malten ein Willkommensbild, ein Herz und brachten sogar einen Storch an der Eingangstür an, um die Ankunft des Jesuskindes auch symbolisch nach außen zu tragen. „Sie haben dann Geschenke wie ein Bettchen, Kleider, Schlafsack, Windeln und Pampers mitgebracht“, fügte die Kita-Leiterin an. Der Kindergarten wurde mit Girlanden geschmückt und Plätzchen gebacken.

Zum Mittagessen am Willkommenstag verspeisten die jungen Eltern auf Zeit selbst gemachte Pizza. Jeder einzelne Schritt wurde mit Text und Bild dokumentiert. „Und das haben die Kinder wie Reporter festgehalten“, so Rammacher. Besonders wichtig sei ihnen gewesen, ein Tauffest für das Jesuskind zu organisieren und die Patenschaft für das Jesuskind zu übernehmen. „Die Kinder fühlten sich durch die Rituale mit dem Jesuskind sehr verbunden und unser Bezug zum Namen unserer Einrichtung Heilige Familie wurde in der Zeit förmlich spürbar“, freute sich die Kita-Leiterin.

Gemeinsam mit Pastor Erwin Recktenwald feierten die Kinder den Abschlussgottesdienst im Pfarrsaal. „40 Tage ist es jetzt her, wo wir an Heiligabend die Geburt des Jesuskindes gefeiert haben, heute kehrt es wieder zurück und wir wollen es verabschieden“, sagte Pastor Recktenwald. Doch das Jesuskind sei weiterhin für die Kinder da. An Mariä Lichtmess, dem Fest „Darstellung des Herrn“, erzählte der Pastor den Kindern die Geschichte vom Propheten Simeon, dem Jesus im Tempel begegnet. Simeon preist Jesus als das Licht der Welt, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, so heißt es im Lukasevangelium. Daraufhin stellten die Kinder Kerzen rund um die Krippe mit dem Jesuskind. „Es ist ein Licht für viele Menschen, wenn wir die Kerzen sehen“, sagte der Pastor.

Die beiden Kinderortsvorsteher Luca (links) und Lisa übergaben das Jesuskind an Pastor Klaus Leist. Erzieherin Annette Eck (links) hält das Dokumentationsbuch in Händen. Foto: Frank Faber

In ihre Fürbitten schlossen die Kinder alle ein, die momentan nicht den Kindergarten oder die Schule besuchen können. Am gleichen Abend übergaben die beiden Kinderortsvorsteher Lisa und Luca das Jesuskind sowie das Dokumentationsbuch im Anschluss an den Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Anna in Alsfassen an den St. Wendeler Pastor Klaus Leist.