Fußball: Urweiler feiert vor fast 1000 Zuschauern den Aufstieg

Fußball : Urweiler feiert vor fast 1000 Zuschauern den Aufstieg

Da war die Hölle los! 950 Zuschauer wollten am Sonntag das Finale der Aufstiegsrunde zur Fußball-Bezirksliga in Steinberg/Deckenhardt sehen. Nach 90 packenden Minuten triumphierte der STV Urweiler. Der Vizemeister der Kreisliga A Blies setzte sich mit 5:1 (1:0) gegen den TSV Sotzweiler-Bergweiler durch.

Etwas abseits von der feiernden Menge aus Spielern und Fans genoss STV-Trainer Ingo Eickmann den Moment. „Der ganze Druck ist abgefallen. Wir haben es endlich geschafft“, atmete der Übungsleiter auf. Mehrmals war Urweiler in den vergangenen Jahren haarscharf am Aufstieg vorbeigeschrammt.

Dieses Mal kam es anders: Die Eickmann-Elf erwischte im Aufstiegs-Endspiel einen Traumstart. Schon in der fünften Minute köpfte Daniel Gerber den Ball nach einer Ecke von Julian Leist zum 1:0 für den STV ins Netz. Bei diesem Spielstand blieb es bis zur 71. Minute. Dann jedoch gelang Sotzweiler durch einen Schuss von Moritz Paul der viel umjubelte Ausgleich.

Doch die Freude im TSV-Lager währte nicht lange. Nur vier Minuten später schaltete sich Urweilers Innenverteidiger Alex Zuschlag mit ins Spiel nach vorne ein. Der Defensivspieler bediente Claudio Klein – und der traf zum 2:1 für Urweiler ins lange Eck. Fünf Minuten vor Schluss fiel die Vorentscheidung: Urweilers Gerber setzte aus 40 Metern zu einem Gewaltschuss an. Dieser schlug zum 3:1 unter der Latte ein.

Bei Sotzweiler-Bergweiler gingen nun die Köpfe runter – und so fing sich die Mannschaft von Trainer Peter Junker noch zwei weitere Gegentreffer. Artur Grill erzielte in der 89. Minute nach einem Konter das 4:1 für Urweiler. In der Nachspielzeit verwandelte STV-Torwart Julian Loch noch einen Foulelfmeter zum 5:1. „Das Ergebnis ist dadurch natürlich viel zu hoch ausgefallen“, gab selbst STV-Trainer Eickmann zu.

Die Enttäuschung beim unterlegenen Gegner aus Sotzweiler war natürlich riesig. „Nach dem 1:1 habe ich gedacht, wir gewinnen das Ding“, erklärte Co-Trainer Julian Scheid stöhnend. „Ich kann gar nicht richtig beschreiben, wie ich mich fühle. Es ist im Moment eine große Leere in mir.“

Pech hatte Sotzweiler-Bergweiler auch schon in der regulären Saison, als der Club nur knapp hinter Meister Oberkirchen-Grügelborn landete. „Dass man mit 89 Punkten und nur einer Saison-Niederlage nicht Erster wird, ist natürlich schon Wahnsinn“, sagt Scheid. Die zweite Saison-Niederlage machte die Enttäuschung nun perfekt.