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Trainerwechsel am Saisonende bei der SG Linxweiler

Fußball-Trainer Cullmann geht : Linxweiler: Zwei alte Bekannte übernehmen Traineramt

Bei Fußball-Kreisligist SG Linxweiler wird es nach dieser Saison einen Trainerwechsel geben. Amtsinhaber Guido Cullmann hört auf eigenen Wunsch auf. Seine Nachfolger werden der aktuelle Spieler Christian Töttel sowie Ex-Torjäger Christian Schüller.

Fußball-Kreisligist SG Linxweiler hat für die kommende Saison zwei Trainer verpflichtet, die als Spieler die erfolgreicheren Zeiten der aus dem SV Oberlinxweiler und dem FC Niederlinxweiler bestehenden Spielgemeinschaft mitgeprägt haben: Christian Töttel und Christian Schüller werden im Sommer die Nachfolge des aktuellen Übungsleiters Guido Cullmann antreten.

Cullmann hatte dem Verein zuvor mitgeteilt, dass er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. „Ich habe jetzt 20 Jahre als Trainer gearbeitet und will einfach mal ein Jahr Pause machen. Wie es danach weitergeht, weiß ich noch nicht“, erklärt der 51-Jährige. „Aufgrund von Corona habe ich jetzt zwar Pause, aber wegen der Bestimmungen ist man ja da doch sehr eingeschränkt.“

Cullmann begann seine Trainer-Karriere 1999 beim 1. FC Niederkirchen, bei dem er insgesamt zwei Mal tätig war. Mit dem 1. FCN konnte er 2012 über den Aufstieg in die Landesliga jubeln. „Ich würde sagen, dass das mein größter Erfolg war“, blickt der 51-Jährige zurück.

Der Vorstand der SG wurde von Cullmanns Entschluss nicht überrascht: „Guido hat uns bereits frühzeitig informiert, dass er mit dem Gedanken spielt, aufzuhören“, berichtet Linxweilers Spielausschuss-Vorsitzender Sven Kunkel. So hatte die Spielgemeinschaft genügend Zeit, sich Gedanken über eine Nachfolge-Lösung zu machen. Die wurde nun gefunden.

Die Wahl fiel auf das Trainer-Duo bestehend aus Christian Töttel und Christian Schüller. „Christian Töttel ist schon jetzt bei uns eine Art Co-Trainer von Guido. Dabei ist er sehr engagiert, und er macht das gut“, erzählt Kunkel. „Und Christian Schüller ist ja ein alter Bekannter, weil er bei beiden Vereinen gespielt hat und der Kontakt auch danach nie abgerissen ist“, ergänzt der 45-Jährige.

Töttel sagt: „Ich wollte schon immer mal ins Trainergeschäft einsteigen. Da ich aber im Schichtdienst arbeite, war meine Bedingung, die Aufgabe gemeinsam mit Christian Schüller zu übernehmen. Wir wollten schon immer mal was zusammen machen.“ In der aktuellen Runde hat Töttel noch alle Saisonspiele für Linxweiler bestritten. Schüller pausiert dagegen seit seinem Engagement als Spielertrainer bei der SVGG Hangard II in der Saison 18/19. Deshalb stellt sich die Frage, ob das Duo als Trainer- oder Spielertrainer-Duo arbeiten will. Töttel plant, bei Bedarf eingreifen zu können. Schüller hat dies nicht vor: „Ich habe mir vor ein paar Jahren das vordere und das hintere Kreuzband gerissen. Deshalb werde ich eher nur in der zweiten Mannschaft ein wenig aushelfen. In der ersten sollen die Jüngeren ran“, erklärt der ehemalige Torjäger.

Zu seinen Beweggründen, das Traineramt zu übernehmen, sagt Schüller: „Ich will die Kameradschaft stärken und dabei mithelfen, dass die SG wieder zu einer attraktiven Adresse für Spieler wird, wie es früher schon einmal war.“ Dafür soll auch ein sportlicher Aufschwung her: „Nächste Saison wollen wir unter den ersten fünf mitspielen. In der Spielzeit danach, wollen wir versuchen, den Verein wieder dorthin zu bringen, wo er hingehört – nämlich in die Bezirksliga.“ Aus der stieg Linxweiler in der Saison 2018/19 äußerst unglücklich ab: Trotz einer ordentlichen Bilanz von 32 Zählern wurde die SG nur Drittletzter – mit einem Zähler Rückstand auf das rettende Ufer.

Nach dem Abgang einiger Stammspieler im Sommer liegt die SG in der Kreisliga aktuell mit neun Punkten aus fünf Begegnungen nur auf Platz neun. Allerdings beträgt der Rückstand auf Relegationsplatz zwei nur vier Zähler. Zudem haben alle vor Linxweiler platzierten Teams bereits mindestens eine Partie mehr absolviert als die Spielgemeinschaft.

Guido Cullmann wird am Saison-Ende als  Trainer der SG Linxweiler aufhören. Foto: FNS Foto: FNS

Dennoch gehen die Verantwortlichen nicht davon aus, dass die SG noch einmal vorne angreifen kann. Kunkel: „Den Aufstieg werden wohl die SG Hoof-Osterbrücken und die SF Winterbach unter sich ausmachen. Das war aber auch zu erwarten, weil diese beiden Teams die besten Kader der Liga haben“, sagt Kunkel.