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Tour des Adolf-Bender-Zentrum erinnert an jündisches Leben in St. Wendel

Adolf-Bender-Zentrum lädt zu Spaziergang : Auf den Spuren jüdischen Lebens

„Auf den Spuren jüdischen Lebens in St. Wendel“ möchte das Adolf-Bender-Zentrum wandeln und lädt zu einem Spaziergang. Wie ein Sprecher berichtet, startet dieser am Sonntag, 27. September, 14.45 Uhr, am Adolf-Bender-Zentrum, Gymnasialstraße 5. Jüdisches Leben lässt sich in der Kreisstadt erstmals in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts für knapp 100 Jahre nachweisen.

Pogrome und Vertreibungsedikte führten zur Flucht der Menschen aus dem Gebiet. „Erst im 18. Jahrhundert erhielten Menschen jüdischen Glaubens in St. Wendel wieder ein Aufenthaltsrecht, am Ende des 19. Jahrhunderts lebten zirka 90 Juden in der Stadt“, weiß der Sprecher.

Bereits um 1900 und besonders 1935 nach der Saar-Abstimmung kam es zu antijüdischen Ausschreitungen. 1938 während des Novemberpogroms wurde die Synagoge geplündert und in Brand gesteckt. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs waren 137 Menschen jüdischen Glaubens aus St. Wendel ermordet worden. Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit statt. Anmeldung: https://shop.freiheit.org/#!/Veranstaltung/vbg2p