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Tipps zur Vermeidung von Plastikmüll

Zeitung macht Schule : Wenn Plastik sich selbst in Kosmetik-Produkten versteckt

Insgesamt bestehen 70 Prozent der Erdoberfläche aus Wasser. Dadurch, dass bereits seit vielen Jahren der Plastikverbrauch immens angestiegen ist, befinden sich mittlerweile pro 100 Quadratkilometer mehr als 100 000 Plastikteilchen im Meer.

Die gesamte Müllmenge in den Großgewässer besteht zu Dreiviertel aus Plastik. Das braucht 350 bis 400 Jahre, um sich vollständig zu zersetzen. Somit steigt die Verschmutzung immer mehr an.  32 Prozent der 78 Millionen Tonnen Plastikverpackungen, die jährlich hergestellt werden, landen oftmals in der Umwelt. Aber was sind die Ursachen dafür?

Die zwei größten Faktoren sind wohl die Verschmutzung der Strände, wo Touristen oftmals ihren Plastikmüll liegen lassen, sowie das sogenannte Mikroplastik, zum Beispiel in der Kosmetik. Hier fallen 500 Tonnen Müll im Jahr an. Die Frage, die sich viele stellen, ist, was jeder selbst gegen die Massen von Plastik im Meer tun kann. So sollte man zum Beispiel immer Mehrzweckflaschen kaufen, da diese häufiger verwendet werden können. Auch auf den Kauf von Kaffee im Einwegbecher zum Mitnehmen sollten Verbraucher verzichten und sich Mehrzweckbecher zulegen. Außerdem empfiehlt es sich, auch auf die Plastiksiegel zu achten. So zum Beispiel das Flustix-Siegel. Dieses zeigt genau an, ob in dem Produkt Plastik enthalten ist oder nicht.

Bei Kosmetik gilt es, die Inhaltsstoffe zu kontrollieren, da diese oftmals Mikroplastik enthalten. Beim Kauf von Kleidung ist Aufmerksamkeit gefragt, denn sollte darin Polyester enthalten sein, kann sich dieser beim Waschen lösen und so ins Abwasser gelangen. Eine Fleece-Jacke verliert zum Beispiel pro Waschgang  bis zu 2000 Plastikfasern. Ein weiterer, leicht zu beachtender Tipp wäre, nicht jedes kaputte Plastikprodukt gleich wegzuwerfen. Viele dieser Produkte lassen sich leicht umgestalten und upcyceln.

Viele Geschäfte bieten schon Plastik freie Alternativen an. Beispiele dafür sind die wiederverwendbaren Obst- und Gemüsebeutel, mit dem Namen Fregie oder auch die Möglichkeit sich die Wurst beim Kauf in eine selbstmitgebrachte Brotdose packen zu lassen.

Laura Backes, Alena Schneider, 8b, Cusanus-Gymnasium