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Thomas Bruch erhält saarländischen Verdienstorden

Auszeichnung für St. Wendeler Unternehmer : „Die Wurzeln nie in Frage gestellt“

Ministerpräsident Tobias Hans überreicht Unternehmer Thomas Bruch den saarländischen Verdienstorden.

Thomas Bruch (69) hat die Geschäftsführung bei Globus zur Jahresmitte an seinen Sohn Matthias übergeben und sich aus der ersten Reihe im Familienbetrieb zurückgezogen. Am Mittwoch erhielt er für sein unternehmerisches Wirken in der Saarbrücker Staatskanzlei den Saarländischen Verdienstorden aus der Hand von Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Allerdings war dies nicht wörtlich zu nehmen, denn aufgrund der Abstandsregeln in Corona-Zeiten hatte man auf eine echte Aushändigung verzichtet und blieb auf Distanz. Zum Festakt in Saarbrücken waren neben dem Ministerpräsidenten noch genau 19 Personen zugelassen, man achtete peinlich auf die Corona-Regeln am Ludwigsplatz.

Hans nahm sich jedoch Zeit, das unternehmerische Wirken Bruchs ausführlich zu würdigen und beschrieb ihn als sozialen Unternehmer, der sich trotz aller Erfolge stets zum Saarland und zu St. Wendel bekannt habe. Globus habe heute 46 000 Mitarbeiter international, viele Entscheidungen der Vergangenheit hätte Bruch auch anders treffen können. Doch die Treue zu St. Wendel und zum Saarland zeichne das Unternehmen Globus aus, das im Saarland 6000 Menschen Arbeit gebe. Globus unterstütze soziale Projekte, fördere am Standort karitative Einrichtungen und mit der Globus-Stiftung nicht nur im Saarland die beruflichen Chancen junger Menschen.

Ein Blick auf Globus in St. Wendel; hier habe Bruch stets Entscheidungen pro Saarland getroffen. Foto: B&K/Bonenberger/

„Natürlich fördert ein Unternehmen mit sozialem Engagement auch das eigene Image“, wandte sich Hans an Kritiker. Dennoch sei dieser Gedanke bei Globus nie bestimmend gewesen. „Globus hat seine saarländischen Wurzeln nie in Frage gestellt und fördert das gesamte Lebensumfeld.“ Ein Beispiel sei der bevorzugte Bezug regionaler Waren. Damit unterstütze Globus die komplette saarländische Lebensmittelwirtschaft. Thomas Bruch, der neben seinem Studium auch eine Metzgerlehre gemacht und in fremden Betrieben an der Kasse gesessen habe, kenne den Handel auch an der Basis. Um dies zu erreichen, habe er den Familienbetrieb für einige Jahre verlassen und so alle Facetten persönlich erfahren. Er könne damit wertschätzen, was von Mitarbeitern geleistet werde und tue dies auch. Aufgewachsen im Familienbetrieb, mit der Verwaltung im Elternhaus, habe er jetzt der siebten Generation das Ruder übergeben. Zur Ordensübergabe kamen neben der Familie auch mehrere Minister und Bürgermeister.