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Theaterverein Thalia in Winterbach zeigte "Ein ungleiches Paar"

Komödie wurde in Winterbach gezeigt : Wenn Ordnungsliebe auf Chaos trifft

Der Theaterverein Winterbach brachte die Komödie „Ein ungleiches Paar“ vor ausverkauftem Haus auf die Bühne.

Vier ausverkaufte Aufführungen in der örtlichen Mehrzweckhalle und ein Publikum, das sich immer wieder begeistert zeigt von der Vielseitigkeit der Amateurtheatergruppe – das gab es wieder in Winterbach. Seit neun Jahrzehnten sind beim Theaterverein Thalia Menschen am Werk, die mit viel Liebe zum Amateurtheater das Vereinsleben gestalten. Zur Aufführung kam dieses Mal „Ein ungleiches Paar“ von Neil Simon in einer Inszenierung von Bettina Flöth, die in ein imposantes Bühnenbild eingebunden war. Es war eine turbulente Komödie voller Wort- und Situationskomik, im Zeichen der Freundschaft und der Liebe. Unbedingt erwähnenswert sind die Gesangseinlagen und tänzerischen Auftritte verschiedener Akteure. 

„Wir haben dieses Stück schon einmal 2009 in der ursprünglichen Frauen-Version gespielt. Mich als Regisseurin hat es gereizt, es neu zu inszenieren. Denn auch ich habe mich in meiner langjährigen Erfahrung als Spielleiterin durch den Besuch von Lehrgängen und durch meine Inszenierungen weiterentwickelt“, sagte Flöth. Ihrer Phantasie seien keine Grenzen gesetzt gewesen. Das Tüpfelchen auf dem i sei die dazu passende Musik. „Ich bin dankbar, dass meine Ideen und meine Arbeit, die ich in ein solches Stück stecke, voller Vertrauen von den Spielern angenommen und umgesetzt werden. Danke auch an ein wunderbares Publikum, das uns mit seinem Applaus und seinem Lachen belohnt. Für uns Schauspieler gibt es nichts Schöneres, als am Ende der Aufführung in glückliche und lachende Gesichter zu schauen.“

Zum Inhalt: Die Freunde Oliver (Peter Flöth), Toni (Theo Welter), Michael (Christof Braun), Renate (Karin Hockertz), Silvia (Susanne Neumann), Vicky (Silke Herrmanny) und Franzi (Bettina Flöth) treffen sich wöchentlich zum Spieleabend. An einem dieser Spieleabende wird Franzi zunächst vermisst. Später taucht sie völlig aufgelöst auf. Ihr Mann hat sich von ihr nach 20 Jahren Ehe getrennt. Wenn man sich umbringen will, wo tut man das am besten? Bei den Freunden.

Da Oliver seit seiner Scheidung alleine lebt, nimmt er sie bei sich auf. Dabei ahnt er nicht, was das zukünftige Zusammenleben auslösen kann. Oliver ist allerdings schlampig, lebt planlos in den Tag hinein und konzentriert sich lieber auf andere Dinge als Aufräumen und Putzen. Für Oliver besteht das kalte Büffet aus ungenießbaren Chips und Sandwiches und er fühlt sich pudelwohl in der unaufgeräumten Wohnung, denn für ihn ist Ordnung ein Fremdwort. Franzi dagegen ist die ideale Hausfrau, penibel und liebt eine saubere Wohnung. Die Gegensätze könnten nicht größer sein und so entwickelt sich das Zusammenleben der beiden mehr und mehr zu einer Katastrophe für alle Beteiligten.

Wenn Chaos auf Ordnungsliebe trifft, versuchen auch die Freunde Michael, Toni, Silvia und Renate mit Tochter Vicky mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Die Konflikte scheinen zu eskalieren, als dann noch Nachbar Jakob Müller (Walter Scheid) mit Tochter Manuela (Sandra Klein) bei ihrem Besuch heftige Eifersuchtsszenen auslösen. Aber was wäre eine Komödie ohne Happy-End? Und so kommt es zu einem überraschenden, aber für alle Beteiligten versöhnlichen Schluss: Oliver und Franzi werden ein Paar.