Theaterstück zu Herzogin Luise in St. Wendel

Albertjahr : Herzogin Luise wird im Theaterstück lebendig

Eine szenische Darbietung zum Leben der Luise steht am kommenden Montag, 6. Mai, um 19 Uhr auf dem Programm im Museum St. Wendel. Im Jahr 2019 wird der 200. Geburtstag von Prinz Albert, Ehemann von Königin Victoria von Großbritannien und Irland, gefeiert.

Grund genug für die Kreisstadt St. Wendel, sich noch einmal mit dem Leben seiner Mutter, Herzogin Luise, zu beschäftigen, die von 1824 bis 1831 in St. Wendel lebte. Damals gehörten St. Wendel (als Regierungssitz) und Umland als Fürstentum Lichtenberg zum Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha. Im Alter von 16 Jahren heiratete Luise den viel älteren Herzog. Die Ehe verlief sehr unglücklich. Es kriselte bereits nach der Geburt des ersten Sohnes Ernst (1818). Ein Jahr später kam ihr zweiter Sohn Albert zur Welt. Schließlich kam es zu einer Trennung, und Luise wurde im November 1824 nach St. Wendel verbannt. Nach ihrer Scheidung im März 1826 heiratete Luise Maximilian, Graf von Pölzig und Beiersdorf. Bis zu ihrem Tod im Jahre 1831 lebten die beiden in St. Wendel und prägten das gesellschaftliche Leben. Luise wurde als Landesmutter verehrt. In Erinnerung bleibt ihr großes soziales Engagement. Vor allem lag ihr das Wohl bedürftiger Kinder am Herzen – ihre eigenen Kinder hat sie nie wieder gesehen. Luises jüngster Sohn Albert heiratete später seine Kusine Victoria, die spätere Queen von England. Luise ist also die Stammmutter der Windsors. Mit großem Erfolg wurden bereits im Jahr 2015 Theaterszenen über das Leben von Herzogin Luise im Museum St. Wendel aufgeführt.

Zum 200. Geburtstag ihres Sohnes bringt die Theatergruppe der Fraueninitiative St. Wendeler Stadtgeschichte das Leben der Herzogin noch einmal auf die Bühne. Der Text stammt von Gisela Hoffmann, die Regie übernahm Christine Hoff-Czar, die Organisation ist in den Händen von Elisabeth Zimmermann. Das Museum für Mode und Tracht in Nohfelden stellt die Kostüme zur Verfügung.

Der Eintritt ist frei.

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