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Tennistalente duellieren sich in Winterbach

Tennis : Tennistalente duellieren sich in Winterbach

Wegen der Pandemie durften die Teilnehmer aus Luxemburg nicht mitspielen.

68 Tennistalente aus ganz Deutschland gingen vier Tage beim Jugendranglistenturnier der Kategorie J2 in Winterbach ans Netz. In der Altersklasse W 16 schaffte es Margaux Tulet-Jost (Jahrgang 2006) vom TuS Neunkirchen am Sonntag als einzige Vertretung aus dem Saarland bis ins Endspiel vorzustoßen. „Ich hoffe, dass die Kraft noch reicht“, sagte die Oberligaspielerin. Denn gerade hatte sie nach einer Spieldauer von 150 Minuten ein spannendes und kräftezehrendes Halbfinale erfolgreich abgeschlossen. Mit 7:6 und 7:6 besiegte sie die Leverkusenerin Karla Bartel. „Ich hatte ein paar blöde Fehler drin und meine Gegnerin hat auch nicht locker gelassen“, meinte Tulet-Jost zum Matchverlauf.

Fast zeitgleich stand auch ihre Finalgegnerin fest. Victoria Pohle aus Stuttgart und die an Nummer eins gesetzte Homburgerin Emma Kette hatten je einen Satz mit 6:4 für sich entscheiden können. Und dadurch ging es in den Match-Tiebreak. Nach ausgeglichenem Spielstand von 4:4 setzte sich Pohle zunächst mit 7:4 durch. Kette glich dann zum 9:9 und 11:11 aus. Zwei Doppelfehler von ihr führten zum 13:11-Erfolg für Pohle und dem Einzug ins Endspiel. Dort konnte sie sich verhältnismäßig klar mit ihrer athletischen Spielweise gegen Tulet-Jost in zwei Sätzen (6:3 und 6:3) durchsetzen.

Im Endspiel der Altersklasse M 16 trafen Flynn-Tjark Baumert (TC Bad Ems) und der Friedberger Lukas Rieber aufeinander. „Ich bin von einem sehr engen Match ausgegangen“, so der Vorsitzende des TC Winterbach und Oberschiedsrichter Dieter Schwan. Bis zum 2:2 brachten beide Akteure ihren Aufschlag durch. Plötzlich griff sich Rieber an die Schulter und seine Schläge verloren mehr und mehr an Präzession und Härte. „Er konnte nicht mehr durchziehen“, beobachtete Schwan. So holte sich Baumert ungefährdet den ersten Satz mit 6:2. Für Rieber ging es danach nicht mehr weiter. Wegen einer Schulterverletzung musste er aufgeben.

„Ich versuche noch einmal alles zu geben“, sagte Henri Haupt vom MTTC Iphitos München vor dem M-14-Finale. Allerdings gegen den favorisierten Fabio Stapper (TC Troisdorf) hat es für Haupt nicht gereicht. Stapper dominierte das Match deutlich mit 6:1 und 6:1. Das Endspiel in der W-12- Konkurrenz musste im Match-Tiebreak entschieden werden. Marleen Gläser (TK Bietigheim) gewann den ersten Satz mit 6:3, ehe ihr Gegenüber Elisabeth Wahler (TC Schwangau) mit 6:1 zurückschlug. Im Match-Tiebreak platzierte Gläser die besseren Schläge und siegte mit 10:5. „Ein tolles Spiel. Unglaublich, mit welcher Schlaghärte die zwölfjährigen Mädels auch über eine längere Zeit spielen“, fand Schwan.

Bereits am Samstag stand der einzige Titel für den Saar-Tennisnachwuchs fest. Ethan Zapp (TC Schwalbach-Griesborn) besiegte im M12-Finale Lion Röhm (TC Aachen) mit 6:0 und 6:2. „Es waren vier tolle Turniertage mit teils hochklassigem Jugendtennis“, resümierte Schwan. Den Veranstaltungstermin musste der TC Winterbach wegen der Pandemie von Mai in den Juli verlegen. „Sonst hätten wir wie in den Vorjahren mehr als 80 Teilnehmern auf den sechs Plätzen gehabt“, sagte Schwan. Dem Auftritt von vier Jugendlichen aus dem Großherzogtum Luxemburg musste der TCW-Vereinschef eine Absage erteilen. „Sie konnten die derzeit geltenden Einreisevoraussetzungen nicht erfüllen“, erläutert er. Im kommenden Jahr will er sich mit dem Verein für eine weitere Durchführung eines Jugendranglistenturniers erneut bewerben.