SZ-Adventskalender Bücher stecken voller Weihnachtszauber

St Wendel · Statt Kalendertürchen öffnet die Saarbrücker Zeitung während der Adventszeit 24 Haustüren. Dieses Mal haben wir die Kreis- und Stadtbibliothek in St. Wendel besucht – Wilhelmstraße 11.

Zawhea Totin von der Kreis- und Stadtbibliothek genießt die Adventszeit – auch mit schönen Geschichten.

Zawhea Totin von der Kreis- und Stadtbibliothek genießt die Adventszeit – auch mit schönen Geschichten.

Foto: Evelyn Schneider

Auf der Couch einkuscheln, dazu Plätzchen und ein Buch – so sehen die Abende bei Zawhea Totin aus, wenn sie ihrem zweijährigen Sohn Geschichten vorliest. „Ich mochte die Weihnachtszeit schon immer, aber jetzt, als zweifache Mama noch viel mehr“, gesteht sie. Vor vier Monaten hat sie noch eine Tochter bekommen, die ebenfalls mit leuchtenden Augen so manche Tradition in der Vorweihnachtszeit erlebt.

Dass neben Basteln und Backen für Zawhea Totin auch Bücher zu dieser besonderen Zeit im Jahr dazugehören, hat auch mit ihrem Beruf zu tun. Seit 2016 gehört sie zum Team der Kreis- und Stadtbibliothek St. Wendel, die in der Wilhelmstraße 11, im Erdgeschoss des Mia-Münster-Haus, zu finden ist. Dort kümmert sie sich um den Bereich Kinder - und Jugendliteratur.

Beim Betreten der Bibliothek fällt der Blick unweigerlich auf einen gebastelten Adventskalender in Form eines Tannenbaumes. Genau 24 Kugeln sind daran zu finden. Täglich wird eine davon umgedreht. Die Vorweihnachtszeit hat auch hier Einzug gehalten. Davon zeugt ein Regal, das mit Medien rund um das Fest der Liebe bestückt und entsprechend dekoriert wurde.

Eine große Auswahl an Büchern rund um Weihnachten gibt es in der Kreis- und Stadtbibliothek in St. Wendel.

Eine große Auswahl an Büchern rund um Weihnachten gibt es in der Kreis- und Stadtbibliothek in St. Wendel.

Foto: Evelyn Schneider

„Wir haben alles rund um Weihnachten. Für jedes Alter ist etwas dabei“, sagt Zawhea Totin und packt einen Stapel Bücher auf einen der Tische. Oben auf liegt das Bilderbuch „Schöne Bescherung, Jim!“ von Suzanne und Max Lang. Totin und ihr zweijähriger Sohn sind Fans davon. Sie kennen den launigen Affen Jim, der gerne Mal „Nein“ sagt, bereits aus anderen Erzählungen. In diesem Band ist die schlechte Laune in der Weihnachtszeit das Thema.

„Erlebe die Weihnachtszeit“ heißt das Buch aus der Reihe „Hören und Staunen“, das der Bibliothekarin ganz besonders gut gefällt. Mit einem Hörstift können die Lieder darin angehört und mitgesungen werden. Aber damit nicht genug. „Es geht auch um Bräuche, um die Bedeutung von Weihnachten für die verschiedenen Menschen“, sagt Totin. Und letzteres habe nun mal in erster Linie nichts mit Geschenken zu tun.

Es gibt verschiedene Geschichtensammlungen, die sich vor allem zum Vorlesen eignen. Dazu zählt für Totin beispielsweise „Anouk und das Geheimnis der Weihnachtszeit“ und  „Jims brillante Weihnachten“. Kleine Kinder haben häufig Freude an Klappbüchern, bei denen verschiedene Elemente geöffnet und somit noch mehr Details entdeckt werden können. Das Buch „24 Tage Weihnachtszauber“ lässt sich komplett aufklappen und aufstellen. „Es ist wunderschön gemacht, und das Haptische ist auch ganz wichtig für Kinder“, findet Totin.

Mit „Scrooge – Eine Weihnachtsgeschichte“ kommt ein Klassiker als Comic-Variante daher. Die Geschichte sei für die jungen Leser entsprechend angepasst worden. „Das Buch eignet sich sowohl zum Selberlesen als auch zum Vorlesen“, sagt Totin. Für Erstleser hat die erfahrene Bibliothekarin zwei Empfehlungen ausgewählt. In „Das Rätsel um den Weihnachtsstern“ gehe es um Themen wie Freundschaft und Teilen. Aber auch beliebte Ponybücher gibt es passend zur Weihnachtszeit. Ein Beispiel ist „Weihnachten mit Juli“ von Petra Eimer.  Tobias Goldfarb hat seine Adventsgeschichte „Das Weihnachtsgespenst“ in 24 Kapitel aufgeteilt. Kinder ab acht Jahre erfahren darin die Geschichte eines Gespenstes, das sich in Ausbildung befindet.

Zur Auswahl in der Bibliothek gehören zudem Koch- und Backbücher. Gerade in der Küche, so findet Totin, lässt sich gemeinsame Familien-Zeit verbringen. „Und jede gute Geschichte braucht auch Plätzchen“, sagt sie augenzwinkernd und lacht. Wer gerne kreativ sein möchte, kann sich Bücher rund ums Basteln ausleihen. Für die Erwachsenen deckt der weihnachtliche Lesestoff sowohl das Genre Krimi ab, als auch den Bereich Romantik – wenn sich die große Liebe unterm Tannenbaum findet.

Gemeinsam lesen, singen, basteln sich Zeit für einander nehmen – das macht für Totin die Vorweihnachtszeit aus. Und wenn man in die Welt einer Geschichte entflieht, ist auch mal die Hektik des Alltags zumindest kurzzeitig fern.

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