1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. St. Wendel

Storchenküken in Werschweiler sind tot

Traurige Nachricht aus Werschweiler : Storchenpaar verliert seinen Nachwuchs

Fünf Küken hatten Weißstorch Jean-Jacques und seine Gefährtin Lady Gaga, wie die Tiere liebevoll genannt werden, bis zuletzt versorgt. Doch nach der Regenfront am Montag und einem Kälteinbruch sind die Kleinen gestorben.

Mit traurigen Nachrichten hat sich Richard Linxweiler von der Aktion Storch an die Redaktion gewandt. Das Storchenpaar Jean-Jacques und Lady Gaga, das seit einigen Jahren in Werschweiler nistet, hat seinen Nachwuchs verloren. Die fünf Küken sind tot.

Was ist passiert? Wie Linxweiler berichtet, haben die beiden erwachsenen Weißstörche am Montagabend für längere Phasen den Nistplatz verlassen. Das sei ein Alarmsignal, denn warum sollten die Tiere ihren Nachwuchs so lange alleine lassen? Sorge machte sich bei den Tierschützern breit. Immerhin war am Montag eine Regenfront über die Region hinweggezogen, die zudem noch eisige Temperaturen mit sich brachte. War das zu viel für die Kleinen?

In Absprache mit dem Umweltamt der Stadt St. Wendel entschied sich die Aktion Storch, eine Drohne aufsteigen zu lassen. Unterstützung bekamen die Tierschützer dabei von der Initiative Rehkitzrettung Leitersweiler/Grügelborn. „Die beiden Drohnenflieger Till und Wolfgang standen uns uneigennützig und hilfreich zur Seite“, sagt Linxweiler. Die Bilder, die die Drohne aus der Nestmulde lieferte, brachten traurige Gewissheit. „Zu erkennen waren zwei größere leblose Körper, von den übrigen Jungvögeln fehlt jede Spur“, schildert Linxweiler. Das war am Dienstag.

Einen Tag später ging es mit dem Hubsteiger noch einmal zum Nest. Dieses sei inzwischen von den Altstörchen komplett leergeräumt. „In der Vertiefung staut sich das Wasser, es kann nicht abfließen, weil das Nest komplett mit Erde verdichtet ist“, beschreibt Linxweiler. Er geht daher davon aus, dass alle Küken ertrunken sind.

Geschlüpft waren die Jungstörche um den 24. April herum, nach 32 Tagen Brutzeit. Sie wurden nur etwa drei Wochen alt. Doch Linxweiler versucht optimistisch zu sein: „Die Mulde ist inzwischen neu präpariert, und wir hoffen, dass vielleicht ein zweiter Brutversuch in diesem Jahr stattfindet.“