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Storch Willi ist schon da und wartet auf seine Herzensdame

Storch Willi ist schon da und wartet auf seine Herzensdame

Die Aufregung am Sonntagmittag in Werschweiler war groß. Denn der Storch, der im vergangenen Jahr bereits den Ort im Ostertal besucht hat, ist zurückgekehrt. Bei einer Schnapsrunde sei er spontan auf den Namen Willi getauft worden, berichtet Peter Volz, der die "Aktion Storch" beim Bund Naturschutz Ostertal (BNO) koordiniert.

Das Tier habe den Horst, der vor einigen Wochen aus Sicherheitsgründen von einem Strommast auf einen neu errichteten Holzmast verlegt worden war (wir berichteten), sofort angenommen.

Während den Storch am Sonntag strahlender Sonnenschein in der neuen Heimat erwartete, kam in der Nacht auf Montag plötzlich der Schnee. Der hat Willi erstmal vertrieben. Aber nicht dauerhaft, gibt Volz im SZ-Gespräch Entwarnung. Er habe mit Storch-Experte Norbert Fritsch gesprochen. Der sei sich sicher: Willi zieht nicht wieder weg.

In Sachen Nahrung bestünde auch kein Grund zur Sorge. Denn selbst wenn eine feste Schneedecke bleiben sollte, laufen Mäuse noch darüber, erklärt Volz. Und die könnte Willi dann einfangen. Sorgen bereitet dem Naturschützer vielmehr das direkte Umfeld des Horsts. Am Fuße ist ein großer Park & Ride-Parkplatz. An die Geräusche der Pendler habe sich das Tier bereits gewöhnt. Doch nutzten einige Jugendliche in der Nacht den freien Platz, um ihre Runden zu drehen. Daher wünscht sich Volz, dass der Platz mit Steinen und Sträuchern eingegrenzt wird.

"Ansonsten ist alles wohl bereitet", sagt Volz. Gespannt warten der Naturschützer und die Werschweiler jetzt auf das Eintreffen der Storchendame. Auch sie soll nach ihrer Ankunft in einer Schnapsrunde getauft werden - und zwar auf den Namen Wilhelmine.