Sternchenkeks für's Christkind

Niederkirchen. Den Beginn des Advent konnten 15 Kinder am Samstag in dem geschmückten Häuschen auf dem Kirmesplatz in Niederkirchen mit allen Sinnen erleben. Beim Ausstechen und Backen der Weihnachtsplätzchen spielte das Fühlen, Riechen und Schmecken eine große Rolle. Mit Feuereifer waren die kleinen Bäcker bei der Sache, angeleitet durch den Konditormeister Ulrich Stieler

Niederkirchen. Den Beginn des Advent konnten 15 Kinder am Samstag in dem geschmückten Häuschen auf dem Kirmesplatz in Niederkirchen mit allen Sinnen erleben. Beim Ausstechen und Backen der Weihnachtsplätzchen spielte das Fühlen, Riechen und Schmecken eine große Rolle. Mit Feuereifer waren die kleinen Bäcker bei der Sache, angeleitet durch den Konditormeister Ulrich Stieler. "Die Kinder machen sehr engagiert mit und haben gegenüber dem Vorjahr viel dazu gelernt", sagte der Meister, der einige der kleinen Gesichter schon kannte. Lisa-Marie, Paula und Marie merkte man an, dass sie ihrer Mama schon öfter beim Backen geholfen haben, denn das Ausstechen von Herzen, Sternchen, Monden und Kleeblättern klappte bei ihnen wie am Schnürchen. Während der vierjährige Paul mit dem Nudelholz den Teig ausrollte, legten Leon und Paula-Sophie ein Plätzchen nach dem anderen fein säuberlich auf die von den Landfrauen Heide Zimmer, Elke Weber und Doris Stieler eingefetteten Bleche. Nachdem sie nacheinander in den Ofen geschoben worden waren, breitete sich ein himmlischer Duft aus. Zwischendurch backten die drei Landfrauen am Nebentisch Berge von Zimtwaffeln. Rosemarie Zimmermann, die Vorsitzende der Landfrauen im mittleren Ostertal, fand die Backaktion, wie schon 2007, wieder sehr gelungen, weil die Kinder so viel Freude daran hatten. Die Plätzchen wurden am Samstag auf dem Niederkircher Weihnachtsmarkt verkauft. Den Rest nehmen die Frauen Ende dieser Woche mit nach St. Wendel, wo sie auf dem Weihnachtsmarkt einen Stand betreiben. Der Erlös wie auch der aus dem Bockbierverkauf in Niederkirchen geht an die SZ-Aktion "Hilf-Mit." In diesem Jahr hatten die am Weihnachtsmarkt beteiligten Vereine auf wettersichere Aufenthaltsorte gesetzt und einige Zelte aufgebaut. Diese ließen sich bei den winterlichen Temperaturen auch gut heizen. Zu den Standbetreibern gehörte auch der Schulverein, der Kinderpunsch, Glühwein und Weihnachtskarten verkaufte. Der Gesangverein brutzelte "Sängersteaks", bot eine "Scharfe Oma" an, ein Kakao mit Chilisoße, aber ohne Alkohol, während der Kinderchor Kartoffelpuffer mit Apfelmus bereithielt. Lena Böhnlein und Elena Cullmann hatten ihre Zimmer auf den Kopf gestellt und mit allen entbehrlichen Sachen eine Tombola gemacht. Der 14-jährige Lukas Mack bot sich als so genannter Springer für den Weihnachtsmarkt an: "Wenn ich an irgendeinem Stand gebraucht werde, springe ich ein und helfe mit." Mit vorweihnachtlichen Weisen unterhielt der Kinderchor "Haste Töne" die Besucher. Bedauert wurde von den Standbetreibern, dass, obwohl angekündigt, die Ostertalbahn nicht fuhr. Niederkirchens Ortsvorsteherin Thea Edinger freute sich, dass beim Weihnachtsmarkt diesmal mehr Vereine mitmachten als im vergangenen Jahr. Die aufgebauten Zelte seien zwar nicht gerade markttypisch, es aber zumindest wert, einmal ausprobiert zu werden.