Steffen Jung aus Sotzweiler stellt in St. Wendel seine erste Solo-CD vor

Neue CD im Gepäck : Steffen Jung hat noch so viel vor

Sänger aus Sotzweiler stellt am Freitagabend im Harschberger Hof in St. Wendel seine erste Solo-CD vor. Lieder geben Privates von ihm preis.

„I have a dream.“ Diesen legendären Satz sagte am 28. August 1963 Bürgerrechtler Martin Luther King in Washington. Aber nicht nur er hat einen Traum. Auch Steffen Jung aus Sotzweiler verrät im SZ-Gespräch vor der Veröffentlichung seiner ersten Solo-CD, was er sich aus tiefster Seele wünscht: „Dass ich irgendwann einmal das Radio anschalte und einen meiner Songs höre.“   Diesem Ziel ist er nun einen Schritt näher gekommen. Seine erste Solo-CD ist fertig. Diese stellt er am heutigen Freitag, 24. Mai, um 20 Uhr im Kurhaus Harschberg in St. Wendel vor (siehe Info).

Damit geht für ihn schon ein erster Wunsch in Erfüllung. Ganz bewusst hat er sich bei dem Album nicht nur für die digitale Variante entschieden. Er wollte etwas Handfestes vorzeigen können. Und sagt zufrieden: „So etwas in der Hand zu halten, ist unbezahlbar.“ Der Lehrer, der an der Gemeinschaftsschule Beckingen unterrichtet, hat nicht nur viel Geld, sondern auch jede Menge Zeit in diese CD investiert. Gut zwei Jahre hat er an den Songs gearbeitet, ein Jahr lang hat er sich in den Keller im Haus seiner Eltern in Theley zurückgezogen und „in jeder freien Minute“, wie er sagt, an den Liedern getüftelt. „Den anderen Mietern um mich herum in Sotzweiler wollte ich die laute Musik nicht auf Dauer zumuten“, sagt er und lächelt.

Zuvor hat er sich im Selbst-Studium das Mixen beigebracht. „Ich wollte die CD selbst aufnehmen“, sagt er. Und dafür hat er sich eine entsprechende Ausrüstung angeschafft. Was die Instrumente angeht, da ist der frühere Sänger der Band Spirit Wanted flexibel. Er, der seit seinem fünften Lebensjahr Musik macht, spielt nicht nur Gitarre, sondern auch Klavier, Schlagzeug, Bass und ein paar Blasinstrumente.  Wenn er in den nächsten Wochen bei verschiedenen Konzerten, unter anderem beim St. Wendeler Stadtfest, seine CD präsentiert, dann wird er aber dennoch  sieben Musiker um sich herum haben. Er konzentriert sich auf den Gesang.

Denn in den Texten, so erzählt er weiter, stecke viel von ihm drin. „Wer die CD hört, der erfährt sehr viel über mich; manchmal mehr, als mir lieb ist.“ In jedem Song habe er eigene Erfahrungen verarbeitet: „Da mache ich mich selbst ein Stück weit nackig.“  Sei es bei so banalen Sachen wie beim Lied „Maximal“. Da geht es um seinen ganz normalen Tagesablauf. Er besingt, „wie mein Tag im besten Fall ablaufen soll“. Bei „Worte“ gehe es um Missverständnisse, die ein daher gesagtes Wort auslösen kann. „Pilot“ war sein erster Song als Solokünstler. Diesen hat er noch in seiner Studienzeit geschrieben. Und er hat eine einfache Botschaft: „Man soll das Steuer selbst in die Hand nehmen“.  In die gleiche Richtung geht „Was zählt“. „Jeder hat seine Bestimmung, die er nur finden muss“, so Jung. „Echt viel“ bedeute ihm der Song „Freund“. Denn: „Echte Freunde gibt es da draußen nicht viele“.

Von Anfang an war ihm klar, dass sein Album „So viel vor“ heißen soll. So wie das Lied, das er bereits 2016 veröffentlicht hat. Er, der eher nachdenkliche Typ, mache sich viele Gedanken übers Leben. Und er hält es für schade, „wenn die Lebenszeit nicht voll ausgenutzt wird“. Daher passe dieses Lied gut zu ihm: Denn Steffen Jung hat noch so viel vor. Damit sein Traum wahr wird.

Steffen Jung stellt in St. Wendel die Lieder seiner eigenen CD vor. Foto: Paul Ritscher

www.steffen-jung-musik.de

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